4. Hydrographie.
25
Die Wärmeverhältnisse und den mittleren Regenfall zeigt
am besten die kleine, auf vorhergehender Seite stehende Tabelle
von Stationen, die auf einem Querschnitt durch das Land liegen,
wozu eine nördlich gelegene Station genommen sein möge (nach
J. Hann, Klimatologie, 3. Aufl., Stuttgart 1910, II, S. 321—8325).
Die Winde sind. im allgemeinen ziemlich selten so heftig,
daß sie Wirtschaft und Verkehr zum Hemmmnis werden.
Immerhin treten in den Herbstmonaten zuweilen die Zugstraßen
von Orkanen an die Ostküste von Yucatän heran und er-
zeugen hier erhebliche Schäden; die Halbinsel selbst scheinen
sie ohne starke Wirkung zu überschreiten, um sodann auf dem
Golf von Mexico wieder in Tätigkeit zu treten. Der Golf wie die
Straße von Yucatän, aber auch der größte Teil des festen Landes
leiden alle Winter mehrfach unter schweren Nordstürmen
(Nortes), die im Gefolge wandernder Zyklone auftreten‘) und
den Verkehr zu Wasser und zu Land erschweren, auch in
Pflanzungen und Wäldern wohl Bäume entwurzeln, in Sied-
lungen Häuser abdecken und durch ihre gewaltigen Regen-
güsse, die namentlich auf den nordwärts gerichteten Gebirgs-
abdachungen niedergehen, zuweilen erhebliche Überschwem-
mungen verursachen. Stellenweise, wie z. B. auf dem Isthmus
von Tehuantepec und der Südabdachung der Sierra Madre von
Chiapas, treten in der trockenen Jahreszeit auch heftige süd-
wärts gerichtete Fallwinde auf, die an manchen Pässen den
Verkehr für Stunden unmöglich machen können.
4. Hydrographie.
Die hydrographischen Verhältnisse Mexicos sind infolge
der Eigenart der Oberflächengestaltung, zum Teil auch der
geologischen Beschaffenheit des Landes und infolge der zeit-
lichen Beschränkung der Regenfälle in den meisten Gebieten
für menschliche Wirtschaft und Verkehr wenig günstig.
Nur in den regenreichen Gebieten der atlantischen und
pazifischen Abdachung sind die Niederschläge über den größeren
ı Elpidio Lopez in Memorias Antonio Alzate 41, 8. 5.