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(1062) 1867 Okt. 19
falls, selbst ohne das, ist der Buchhändler dann leichter aufzutun.
In der letzten Nummer ist ein wahrhaft elender Artikel von Thorn.
ton, worin der Malthusianism (an den die eigentlichen mongers
nicht glauben) in der hausbackenst trivialsten Form reprodu-
ziert,
Was unsrer Partei fehlt, ist Geld, wie die beiden einliegenden
Briefe von Eccarius und Becker wieder schmerzlich zeigen. Ohne
diesen Mangel sind wir, trotz der großen und unersetzbaren Ver-
luste, immer, heute wie 1848, les plus forts.
Gruß an Mrs, Lizzy.
tr
Dein K. M.
(063. Engels an Marx; 1867 Oktober 22.
Manchester, 22, Oktober 1867.
Lieber Mohr,
Inliegend die Briefe von Becker und Eccl[arius] zurück. Der 15
Geldmangel ist allerdings ein großes Pech für die Partei und ein
größeres für diese armen Teufel,
Siebel schreibt mir aus Honnef am Rhein, er kommt Anfang
November her, um sich in Liverpool wieder nach Madeira einzu-
schiffen. Er sagt, ich solle ihm die Artikel um gehend einsen- z
den, ich setze mich heut Abend dran, ihm ein paar zurechtzu-
schreiben. Was ich für die deutsche Presse schreibe, ist na-
türlich alles verstellt, für Amerika müßte wieder anders ge-
schrieben werden, da kann man schon mehr herausrücken.
Sam Moore hat aus Eisenach geschrieben, er scheint im Deut- 25
schen ziemliche Fortschritte zu machen.
Liebknecht macht mir viel Spaß. Es ist ein wahres Glück, daß
er noch ein gut Stück in der süddeutsch-föderalistischen Sauce be-
fangen ist, so daß er mit großer singleness of purpose und mit un-
gebrochener sittlicher Entrüstung gegen die Bismärckerei auf- zo
treten kann. Eineetwaskritischereund dialektischere Ansicht würde
in seinem Kopfe nur Konfusion anrichten und ihn irre machen.
Er hat sich offenbar am Lupus im Frankfurter Parlament ein Vor.
bild genommen und hat sich auch seinen Ordnungsruf redlich er-
worben, indem er den Reichstag das Feigenblatt des nackten Ab- %
solutismus genannt hat, Daß er in dasKoalitionsgesetz einen Para-
graphen zum Schutz der Fabrikkinder hineingebracht, wirst Du
gesehn haben.
Die Fortschrittspartei hat die Untersuchungskommission abge-
lehnt, als nicht zur Kompetenz gehörig. Der Bund ist aber kom- 40
petent für alle Gewerbeverhältnisse, nur kann der Reichsta g