Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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für  die  Oberweserreiheschiffahrt 1 ),  die  1833  in  der  Zeit  des  Kampfes
wegen  der  Deputationsreiheschiffahrt  für  diese  gegründet  war. 8 )
Die  Konkurrenzorganisationen  hatten,  nachdem  die  Assekuranzprämie
zunächst  1830  ff.  ein  Streitpunkt  mit  den  Schiffern  gewesen  war,
auch  'solche  gegründet. 3 )  1848  waren  an  nicht  lokalen  Gesellschaften ­
  namentlich  noch  die  Triester  und  Berliner  Versicherungsgesellschaft ­
  an  der  Versicherung  im  Oberweser-Verkehr
beteiligt. 4 )  Für  die  Allerschiffahrt  bestand  seit  1822  eine  besondere
hannoversche  Versicherungsanstalt. 5 )  Mit  den  drei  Oberweser-Gesellschaften ­
  und  den  ebenfalls  angegliederten  der  Hunte-Weser-Dampfschiffahrts-Gesellschaft,
 4 )  und  der  Schleppschiffahrtsgesellschaft  für
die  Unterweser 1 )  eröffnete  der  Norddeutsche  Lloyd  1857  seinen
Betrieb,  der  transatlantische  begann  erst  1858,  weil  die  Dampfer  erst

*)  Prospekt  des  Lloyd  vom  Dezember  1856.
M.  Lindeman,  Der  Norddeutsche  Lloyd,  1892,  S.  8,  9.
P.  Neubaur,  Der  Norddeutsche  Lloyd,  Leipzig  1907,  S.  13—16,  263  ff.
Die  Bote  der  Hunte-Weser-Dampfschiffahrtsgesellsohaft  bildeten  zugleich  damals
die  lokale  Verbindung  Bremen-Oldenburg  von  1846  bis  zur  Eröffnung  der
Braker  Bahn  1873.  Statutengemäfs  gingen  von  Bremen,  Bremerhaven  und
Oldenburg  täglich  zweimal  Dampfschiffe  ab,  die  sich  in  Elsfleth  trafen,  wodurch
allseitig  der  Anschlufs  hergestellt  war.  H.  H.  Meier  war  an  der  Gründung
beteiligt  gewesen.  Geschäftsführer  wurde  laut  §  12  der  Statuten  von  1845
Ed.  Ichon,  der  dort  als  eigentlicher  Begründer  genannt  ist.  [Vgl.  die  Statuten  von
1845,  (Sammlung  der  Stadthibliothek  zur  Ünter-Weserschiffahrt);  Strackerjan,
Zeitschr.  f.  Verw.  u.  Espflege  i.  Gr.  Oldenburg,  V.  Bd.,  S.  246  und  die  obengenannten ­
  Schriften.]
s )  Vgl.  die  Prospekte,  Statuten  etc.  (Sammlung  der  Stadtbibliothek  zur
Oberweserschiffahrt).  1819  fanden  bereits  Kommunikationen  zwischen  Bremen
und  Münden  wegen  einer  Assekuranz  statt,  wofür  Münden  am  26.  Jan.  einen
Plan  mitteilte,  1830—1831  bezw.  1832  schien  es  zunächst  zu  getrennten
Assekuranzanstalten  des  Mündener  und  Bremer  Kaufmannsstandes  kommen  zu
sollen,  man  liefs  Ende  1832  die  für  Mündener  Rechnung  gehenden  Güter  mit
Mündener  Assekuranz  und  Schiffen  (wo  ebenfalls  derzeit  Differenz  bestand),  die
Bremer  mit  Bremer  Assekuranz  und  Schiffen  gehen.  Seit  1833  arbeiteten  die
beiden  Gesellschaften  gemeinschaftlich  als  Vereinte  Allgemeine  Assecuranz-Anstalt
(Bremer  Staatsarchiv;  Handelskammer-Archiv).
3 )  Bremer  Staatsarchiv  1830  ff.,  1840,  1850,  zur  Westfälischen  Schiff
fahrts-Assecuranz-Compagnie  in  Minden  und  zur  Vlothoer  Assekuranz.  Die
Fahrzeuge  sollten,  um  zur  Vorsicht  anzuhalten,  nicht  versichert  sein  (vgl.  a.
Weser-Zeitung  No.  3739,  Handelsblatt  No.  218).
*)  Hühn,  Die  Weser,  Zeitschrift  des  Vereins  für  deutsche  Statistik,
II.  Jahrg.,  1848,  S.  393.
5 )  v.  Reden,  Das  Königreich  Hannover,  II.  Abt.,  1839,  S.  112,  Plan
der  Schiffahrts-Assecuranz-Anstalt  zu  Hannover,  vom  Kgl.  Ministerium  genehmigt
am  30.  August  1822,  Bremer  Handelskammerarchiv.
            
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