Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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hannoverschen,  Osnabrücker  etc,  Leinen  und  Segeltuche. 1 )  Immerhin
war  für  den  teuren  Land  verkehr  kein  Ausgleich  vorhanden,  da  die
Oberweser  auch  noch  einen  grösseren  Talverkehr  hatte.  Eben  wegen
des  fehlenden  grossen  Stromes 8 )  laborierten  auch  die  Bremer  Reeder
slets  an  mangelnden  Ausfrachten *  2  3 ),  weil  man  die  billigen  europäischen
Produkte  auf  dem  teuren  Landwege  nicht  transportieren  konnte,  eine
exportierende  Industrie  im  modernen  Sinne  aber  in  dem  damaligen
antiquierten  Deutschland  noch  ganz  fehlte,  während  zugleich  die
alten  Landgewerbe 4 ),  die  Leinen,  jetzt  die  Konkurrenz  der  Baumwolle ­
  und  der  englischen  Fabrikation  erfuhren, 5  * )  Auf  der  Strasse  über
‘)  Vergl.  (Adam  Storck),  Über  das  Verhältnis  der  freien  Hansestädte
zum  Handel  Deutschlands,  Bremen  1821,  S.  183  u.  a.;  C.  A.  Heineken,
Gesclx.  d.  fr.  H.  Bremen  v.  d.  M  d.  18.  Jahrh.  bis  z.  d.  Dnterw,  unt.  d.  Franz.
Zepter  (Orig.  Mnskrpt.  Stadtb.  Brem.),  1812,  S.  169,  267,  269;  (J.  Smidt),  D.
fr.  Hst.  Bremen,  XXXVI.  Abschn.  a.  A.  F.  W,  Crom»,  Geogr.-stat.  Darst.  d.
Staatskräfte  i.  d.  s.  z,  d.  Staatenbde.  geh.  Ländern,  IV.  T.,  Leipz.  1828,  S.  474;
v.  Reden,  D.  Kgr.  H,,  II.  A.,  S.  142  ff,  (496),
2 )  Interessante  Auslassungen  über  die  Handelsbegrenzung  durch  das
Flusssystem  finden  sich  in  dem  Memoire  der  für  die  Abfassung  des  Oberländisohen
  Weser-Sohiffahrts-Regulativs  von  dem  Bremer  und  Oberländischen
Handelsstand  niedergesetzten  Deputation,  Bremen  1816.  (Sg.  d.  Stdtb.  Oberw.)
3 )  Vergl.  Dnckwitz,  Denkwürdigkeiten  aus  meinem  Leben,  Bremen  1877,
und  die  von  dem  bayerischen  Gesandten  in  den  Hansestädten  v.  Hormayr  in
seine  Fragmente  über  Deutschlands,  insbesondere  Bayerns  Welthandel  und  die
Freiheit  der  Ströme,  München  1840  und  1841  aufgenommenen  Aufsätze.
4 )  Gegen  das  Ende  des  achtzehnten  Jahrhunderts  wurde  von  der
hannoverschen  Regierung  (Äusschreiben  des  Commerz-Collegiums  vom  1.  Mai
1786)  eine  Enquete  über  die  Zustände  im  Gewerbe,  Handel  und  Landbau  in
Hannover  veranstaltet,  Ihre  Ergebnisse  waren  nicht  immer  befriedigeud.  Sie
sind  aber  zusammen  mit  einem  grossen  anderen  Aktenmaterial  in  dem  vorzüglichen ­
  Buch  des  Cammermeisters  und  Commerz-Raths  P  a  t  j  e  in  Hannover
Kurzer  Abriss  des  Fabriken-,  Gewerbe-  und  Handlungs-Zustandes  in  den  churbraunschweigisch-lüneburgischen
  Landen,  Göttingen  1796,  verarbeitet  worden.
Für  die  hannoverschen  Gebiete  ist  dadurch  ein  unmittelbares  Biid  namentlich
auch  der  alten  Landgewerbe  erhalten.  Sein  Werk  ist  nachher  in  neueren
Beschreibungen  Hannovers  fortgesetzt  worden.  So  in  dem  statistischen  Werk
von  v.  Reden,  Kgr.  H.,  auch  in  dem  mehr  historisch  gerichteten  Buch  von  H.  D.  A,
Sonne,  Beschreibung  des  Königreichs  Hannover,  I.—V,  Buch,  München,  1829  ff.,
die  allgemeiner  gehalten  sind,  etc.  Vergl.  a.  w.  verwandte  Werke,  wie  Peter
Franz  Weddigens  Westphälisches  Magazin,  Dessau  und  Leipzig,  1784  ff.;
K.  G.  B  ö  s  e,  Das  Grossherzogtum  Oldenburg,  Oldenburg  1863;  Paul  Kollmann,
Das  Herzogtum  Oldenburg,  Oldenburg  1878  und  1893;  dors.  Statistische
Beschreibung  der  Gemeinden  des  Herzogtums  Oldenburg,  Oldenburg  1907  ;  u,  a.
S.  f.  W.  Sombart,  in  Conrads  Hdwb.  d.  Staatswiss.,  II.  Aufi,  IV.  Bd,
Jena  1900,  S.  1138  ff.  Statistik  des  Kgr,  Hannov.,  II.  H.,  2,  A.,  Erl.  S.  1  ff;  u.  ä.
5 )  1847  waren  die  besseren  deutschen  Leinen  vom  Weltmärkte  durch  die
glattereri'-euglischen,  schottischen  und  irländischen  Leinen  aus  Maschinengarn
            
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