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keiten dar. Hamburg würde jedoch gegen Harburg dadurch im
Nachteil sein; dagegen durch eine Eisenbahn entschädigt werden,
welche mittelst fliegender Brücken von Harburg nach Hamburg
führen und in den Berliner Bahnhof einmünden soll.“ 1 )
Angesichts der hannoverschen Handelspolitik, die eben damals
für Geestemünde erhebliche Mittel bereit stellte, wenngleich die
damals damit verbundenen zur möglichsten Herüberziehung des
hanseatischen Handels ins Hannoversche bestimmten allzu weit
sichtigen Kanal- etc. Pläne nachher nicht zur Ausführung kamen 2 ),
und zugleich Bremerhaven niederzuhalten bestrebt war 3 ), kam in
Bremen ebenfalls die Erinnerung an den alten Kanalplan wieder auf,
der aber jetzt nicht blofs bis Brake, sondern an eine Ausmündung
bei Nordenham oder Fedderwarden projektiert wurde. Man müsse
zu dem Newport, Brousvershaven 4 ), Nieuwediep auch eine brauch
bare Verbindung nach der alten Stadt haben, heifst es im
Bremer Tageblatt 1859, Nr. li und 12, nachdem vorher die
Pläne Hannovers auf Geestemünde noch erschwerend erörtert worden
sind, wenn Bremen nicht zur Landstadt werden solle 5 ). Der Plan
kam noch einmal zur Diskussion in der Presse, als Preufsen die
Erweiterung der Bremerhavener Anlagen ermöglichte, im Anfang
der siebziger Jahre. Anregend scheint damals die Durchführung
des grofsen, 8 m tiefen Noordzee-Kanals gewirkt zu haben, den die
Niederlande 1865 bis 1876 für Amsterdam bauten, und der von den
*) Heinrich Meidinger, Die deutschen Ströme, III. Abi, 1854, S. 46,
206, vgl. a. IV. Abt., S. 23; Duckwitz, S. 139, 140; Hannovers Seeschiffahrt,
Leer 1853, I. Heft, S. 70 ff. u. a. v. Reden, Hann., II, S. 268 u. a. Die
Bracke soll früher die Grenze zwischen dem hannoverschen Land Hadeln und dem
hamburgischen Amte Ritzebüttel gewesen sein. Damals fand ihr Ausflufs auf
hamburgischem Gebiete statt. Dagegen hatte Hannover die Gerichtsbarkeit
auf dem ganzen Brackeflusse und an dessen Ufern, auch wo derselbe das
Hamburger Gebiet durchströmte, sowie auf dem Aufsendeiohsfleete und dessen
Ufern. Die Schleusen vor der Bracke waren gleichfalls hannoverisch.
Vor dem Ausflufs durch den Altenbrucher Hafen hatte die Elbe mehr
als 50 Fufs Tiefe bei ordinär niedrigem Wasser, (v. Reden, II., S. 105.)
*) Duckwitz, Denkwürdigkeiten, S. 140; v. Reden, II., S. 258
Meidinger, Die deutschen Ströme, IV. Bd, S. 23,
8 ) Namentlich wurden das Fort Wilhelm und cas neuere Turmfort
benutzt. S. darüber Weserzeitung 1870, Nr. 8252, bei ihrer Beseitigung; Bremen
in Noth, 1872. Vgl. a. J. G. Kohl (Reise zur Wesermündung im Herbst 1849)
Skizzen ans Natur- und Völkerleben, Dresden 1851, I. Teil, S. 310.
*) Der Nieuwe Waterweg und Hoek van Holland sind neuesten Datums.
6 ) Vgl. a. J. G. Kohl (Reise zur Wesermündung), Skizzen aus Natur-
und Völkerleben, Dresden 1851, S. 289.
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