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und Botenmeister, wegen der Anfeindungen von Taxis aufgeben, sie
stand vor der französischen Zeit in Verbindung mit dem hannoverschen
Postmeister, danach mit dem bremischen Postamt als bremischhessische
Kommunionpost, mufste aber bereits 1816 mit dem übrigen
kurhessischen Postwesen an Taxis übergeben.
Die oldenburgische Post hatte immer eine schwierige Rechtsstellung,
da Bremen sie mehrfach unterdrücken wollte, sie ermöglichte
aber auf mancherlei Weise durch Vertrag mit dem taxisschen
und Bremer Postmeister, auch sogar mit Unterbeamten eine Existenz.
Im Anfang des neunzehnten Jahrhunderts stand sie in Vereinbarung
mit Thurn und Taxis. *)
Die thurn- und taxissche Lehnpost, die 1640 nach Bremen
gekommen war, hatte zwei Kurse in Betrieb, den sogenannten
französischen auf der Route von Westfalen, den Niederlanden und
Frankreich über Düsseldorf und den sogenannten Reichspostkurs mit
der Korrespondenz für Braunschweig, Thüringen, Sachsen und
Frankfurt.
In älterer Zeit finden sich die Boten von den Bremer Gildefuhrleuten
gefahren (um 1600), nachher schlofs das hamburgholländische
Postkontor in Hamburg Verträge wegen des Fahrens
der holländischen Post mit den bremischen Ordonnanzfuhrleuten, die
aus der Gildefuhr als spezielle Personenfahrer herausgewachsen
waren; ein Vertrag mit einzelnen unter ihnen scheint dem Bremer Rat
nicht genehm gewesen zu sein, er liefe die Post der Reihe nach von
allen fahren, was mancherlei ünzuträglichkeiten im Gefolge hatte.
Fahrpostunternehmungen von Einzelunternehmern sind auch bekannt.
Früher hatten die Ordonnanzfuhrleute dem hannoverschen Postmeister
Osterwald auch das Recht bestritten, Extraposten fahren zu lassen,
es sei denn, er trete in die Ordonnanz und fahre nur nach Reihe.
Nachher weigern sie sich auch wohl überhaupt, die ihnen angebotene
ordinäre Postfuhr zu übernehmen, weil sie bei ihrem als Nebengeschäft
betriebenem Fuhrwerk bei dieser nicht bestehen könnten.
Es waren, nachdem das Frachtfuhrwerk allmählich vom Gildefuhrwerk
sich losgelöst hatte, meist vorstädtische Landbesitzer,
Kohlhöker; im Anfang des neunzehnten Jahrhunderts nahmen auch
einzelne Mietkutscher die Ordonnanz an. Diese Mietkutscher als
eine neuere Erscheinung kamen auf als eine Einrichtung für die
Bürger der Stadt, sie übernahmen auch weitere Touren ohne
') Interessante Geschichte der oldenburgischen Post und der bremischen
Verkehrsbeziehungen G. ßüthning, Geschichte der oldenburgischen Post,
Oldenburg 1902.