Full text: Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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den Sieg und gaben Deutschland die erste grofse transatlantische 
Verbindung. 4 ) 
Österreich hat ein yielbewundert.es Weltinstitut in dem 
Österreichischen Lloyd 2 ) damals ausgebildet und daher empfing dann 
wohl der Norddeutsche Lloyd, der die Erbschaft der Ocean-Steam- 
Navigation - Company antrat, die Anregung zu der gleichen Namens 
nennung. Die früher als der Lloyd gegründete Hamburg - Amerika- 
Packetfahrt - Aktiengesellschaft ist bekanntlich als Segelschiffsbetrieb 
gegründet worden. 3 ) 
Diese amerikanische Verbindung durch die Ocean-Steam- 
Navigation - Company brachte Bremen auch die Befreiung von den 
steuervereinlichen Transitzöllen bis auf eine nominelle Kontrollabgabe 
für seine Hauptstapelartikel. 4 ) 
Durch die deutsche Auswanderung begann in Bremen der 
überseeische Personenverkehr, für den es heute so günstig belegen 
ist, wie ein an derer mit einem besseren Flufssystem gesegneter Platz, 
da sich der Personenverkehr auf der Eisenbahn vollzieht, und den 
es noch heute forcieren mufs. 
Die Verhältnisse, unter denen Bremen nach seiner sogenannten 
goldenen Zeit (seit 1780), in der der holländische Handel über die 
Rheinmündungen zurückgedrängt war, und der bremische Zwischen- 
und neue direkte Handel bis nach Italien handelte 5 ), und nach der allge 
meinen Stagnierung in der Zeit der Kontinentalsperre seinen Handel vor 
züglich an den Beziehungen zu Nordamerika und von vornherein stark 
*) Vergl. die eingehende Schilderung von Arnold Duckwitz in seinen 
Denkwürdigkeiten S. 62 -ff., 114 ff,, 126 ff., 324 ff., auch die Rede H. H. Meiers 
beim fünfundzwanzigjährigen Stiftungsfest des Lloyd, abgedruckt bei 
M.Lindeman, Der Norddeutsche Lloyd, Bremen 1892, S. 62; sowie die Lloyd 
literatur ; die aktenmäfsige Darstellung von H. Graue, Die Gründung der ersten 
deutsch-amerikanischen Dampferlinie, im Archiv für Post und Telegraphie 
XXXI. Jahrg., 1903, S. 129 ff. u. 169 ff.; M a x P e t e r s, II. Bd., 1905, S. 146 ff.; u. i. f. 
’) Vergl. z. B. Heinrich Meidinger, Die deutschen Ströme, 
1853—1854, I. Abt. S. 74, IV. Abt. S. 360, (w. Archiv f. Post u. Telegraphie, 
1903, S. 487.) 
s ) Vergl. W. Hochstetter, Die Entwicklungsgeschichte des Nord 
deutschen Lloyd, Deutsche geographische Blätter, Bd. XXVII, Sonderabdruck, 
Bremen, 1904, S. 22, — bis acht Jahre nach der Gründung 1847. Vgl. a. 
Max Peters, I. Bd., S. 155 ff., II. Bd., S. 129 ff., 137 ff. 
*) Hannover ermäfsigte seine Transit- und Weserzölle auf Tabak, Reis, 
Baumwolle und Tran in dem Handelsvertrag mit Amerika auf eine Rekognitions- 
gebfthr. A. Duckwitz, Denkw., S. 68. — Vgl. a. G. W. Öhlrich, Deutsch 
land zur See, S. 121. 
6 ) W. v. Sippen, Gesch., III. Bd., S. 262, 266; Heineken, G., S. 265, 
354 u. a.; J. H. Duntze, G. d. St. Bremen, IV. Bd., Brem. 1851, S. 524. 
Die Hansestädte sind Neutrale, Holland tritt aus dem englischen Concern.
	        
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