Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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hältnis  an,  das  durch  die  Zollvereinsniederlage  in  Bremen  und  dann
durch  den  engeren  Verband  seinen  Ausdruck  findet.
Die  Städte  selbst  dachten  zuerst  nur  in  dem  gewohnten  Zustand, ­
  und  verbanden  damit  Ideen  von  allgemeinem  Freihandel.
Dann  trat  allmählich  der  Umschwung  ein,  der  in  der  von  Bremen
1841  ausgehenden  und  von  Duckwitz  bearbeiteten,  auch  später  von
ihm  als  Reichshandelsminister  auf  der  neuen  Grundlage  des  Einheitsgedankens ­
  1848  wieder  benutzten  Idee  eines  Handels-  und  Schiffahrtsbundes ­
  aller  deutschen  Einzelbünde  und  Staaten  sich  am  stärksten
ausspricht,  der  mit  Differenzialbehandlung 1 )  fremde  Differenzialbehandlung ­
  beseitigen  und  ein  kommerzielles  Deutschland  dem  Auslande ­
  gegenüber  bilden  sollte *  2 ).
r )  In  Form  von  Aufschlagszöllen  gegen  die  Deutschland  benachteiligenden
Staaten,  so  dafs  die  Verschiedenheit  der  deutschen  Zollsysteme  dabei  aufser
Betracht  bleiben  konnte.  So  Bremer  Denkschrift  1844.  Differenzzollerwägung
im  künftigen  Schiffahrtsbund  bereits  im  Nachtrag  zu  der  Br.  Denkschrift
von  1841,
2 )  Bremer  Staatsarchiv;  Papiere  des  verstorbenen  Herrn  Bürgermeisters
Arnold  Duckwitz  im  Besitz  von  Herrn  Ferd.  Duckwitz  in  Bremen.  Nähere  Darstellung
in  Duckwitz’s  Denkwürdigkeiten  a.  m.  öffentl  Leben,  S.  36,  44,  58,  59  (Abdruck
der  Protokolle  in  Bremen  1847  etc.),  91  ff.;  eine  umfängliche  neuere  Darstellung
nach  den  preußischen  Akten  bei  Alfred  Zimmermann,  Gesch.  d.  preufs.-deutschen
  Handelspolitik,  Oldenburg  u.  Leipzig  1892,  S.  184  ff.,  193  ff.,  201  ff.,
333  ff.,  337  ff.,  508  ff.  (Denkschrift  von  L.  v.  Patow,  v.  24.  Sept.  1846).  Ferner
Victor  Böhmert,  Deutschlands  wirtschaftliche  Neugestaltung,  Preufs.  Jahrb.,
XVIII.  Bd,,  1866,  S.  275  ff.,  296;  Werner  v.  Melle,  Gustav  Heinrich  Kirchenpauer,
  ein  Lebens-  u.  Zeitbild,  Hambg.  u.  Leipz.  1888,  S.  171  ff.,  zur  Hamburger ­
  Agitation  gegen  den  Differenzial-,  Handels-  und  Schiffahrtsbund;
F.  Graue,  Die  Gründung  der  ersten  deutschen  Postdampfschiffslinie,  Arch.  f.
Post  u.  Telegr.,  1903,  S  133,  169;  Wilh.  Böhme  rt,  D.  Hambg.-Araerika-Linie
  u.  d  Nordd.  Lloyd,  Berlin  1909,  S.  4  ff.,  17  ff,  —  Die  zeitgenössischen
Schriften  zum  Handels-  und  Schiffahrtsbnnd  sind;  (Arnold  Duckw)i(tz)
in  Bremen,  Was  soll  der  Anschlufs  Hannovers  an  den  Zollverein?,
Biedermanns  Deutsche  Monatsschrift  für  Literatur  u.  öffentl.  Leben,  Leipz.
1843,  Nr.  9,  Septemberheft,  S.  240  ff.;  F.  Klefeker,  Der  Zollverein  u.
d.  Küstenstaaten  Norddeutschlds.,  Hambg.  1844;  E.  v.  d.  Horst,  D.  d.
Nordseestaaten  u.  der.  Politik,  Braunschw.  1844,  S.  16  ff.;  u.  a.;  (F.  L.
v.  Rönne),  Denkschrift  d.  Königl.  Handels-Amtes,  betr.  d,  Begünst.  d.
directen  Verkehrs  zwischen  d.  Staaten  d.  Zollv.  u.  d.  aufsereurop.  Ländern  v.
April  1845,  veröffentlicht  Augsburger  Allgemeine  Zeitung,  1845,  No.  281—283;
(L.  Kühne),  Über  Differentialzölle,  Berlin  1846;  K.  H.  Brügge  mann,  D.  d.
Zollv,  u.  d.  Schutzsystem,  Berlin  1845;  Gustaf  Höfken,  Belgien  i.  s.
Verhältn.  z.  Frankr.  u.  Dtschld.  mit  Bez.  a.  d.  Frage  d.  Dnterscheidungszölle
für  den  Zollverein,'Stufig.  u./Iübingen  1845;  ders.,  Englds.  Zustände,  Politik
u.  Machtentw.  m.  Bez.  a.  Dtschld.,  2  Teile,  Leipz.  1846;  A.  H.  v.  Arnim,  Ein
handelspolit.  Testament,  Berlin  (1845)  1846;  J.  L.  Teilkampf,  Commeroial
            
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