fügung der ungleich entwickelten preufsischen Landesteile in den
Zollvereinsgäter nach der Übereinkunft vom 4. Juli 1840, freie Wiederausfuhr
von Seegut, Proviantprivileg in Bremerhaven nach den Gesetzen vom 2. Jan. 1837
und 18. Juni 1841 (Sammlg. d. Verordn, u. Procl. des brem. Senats 1837, S. 4,
no. 3; 1841, S. 30, no. 12; 1844, S. 78, no. 37; 1845, S. 80, no. 32; 1846,
S. 1, no. 1; 1847, S. 90, no. 8, S. 154, no. 40; Hann. Ges.-Sammlg., 1847,
I. Abt., S. 65, no. 14). Der dänische Transitzoll im Hzt. Lauenburg betrug 1853 4'/io sgr.
oder 14 4 /io xr. bzw, 2sgr. oder 8 3 /* xr. (Für den Lübecker Verkehr über
die Büchener und den Hamburger Verkehr nach der Schweriner Bahn, soweit
die Güter mit Transitzoll belegt sind, — bezw. für den Hamburg-Wittenberger
Verkehr für alle Güter), Mecklenburg erhob im Lübecker Verkehr über Büchen
l«/io sgr. oder 5 6 /io xr. per Zentner; in Hamburg und Lübeck bestand bereits
kein Transitzoll mehr, doch hatten sie noch in Bergedorf einen Transitzoll von
2 /io sgr. oder ’/ 10 xr. per Ztr. (J. P. Dippel, Güter-Transport-Tarife, I. Jg.,
Cassel April 1853, II. u. III. Lief., S. 28, 124; Fr. v. Reden, Vergleich.
Zusammenstellg. der Grenz-Eingangs-Abgaben in Osterr., d. d. Zollv., d. nordd.
Steuerv. u. d. Herzogth. Schleswig-Holst. etc,, bearb. i. Auftr. d. Volkswirthschafts-Ausschusses
d. d. Reichsvers., Frkft. a. M. 1848, S. 41 ff.;
etc.). — Mit bremischen Segelschiffen wurde die Last von 100 Kubikfufs verpackten
Guts um 1830 Bremen-Newyork zu 10—12 Dollars, 4000 tl Stahl mit
5 o/o Havarie Bremen-Baltimore zu 5—6 Dollars, Bremen-Philadelphia über
Baltimore auch nur mit 5 Dollars per 100 Kubikfufs (Fr. Harkort, Die
Eisenbahn von Minden nach Cöln, Hagen 1833, Anl. no. 4), 1851 Bremen-Nordamerika
die Last von 100 Kubikfufs oder 40 Zentner zu 6—12 af befördert
(J. L. Teilkampf, Beitr. z. Nationalök. u. Handelspolitik, I. Heft, Leipzig
1851, S. 38); mit den damals elfmal im Jahr von Bremen aus expedierten
Dampfschiffen wurden 1853 Bremen-Newyork Kolli bis zu 1 Kubikfufs und
1 bis 10 Kubikfufs zu 2 Dollars = 2 ajf 24 mgr. für jeden Kubikfufs ausschliel'slich
Assekuranz und Zoll und einschliefslich der Spesen der Ein- und
Ausladung, gröfsere Kolli, 40 Kubikfufs gröbere Waren zu 25, feinere zu
30 Dollars ausschliefslich aller Nebenspesen in Sammelladungen berechnet.
(Anzeige von Kibbin & Stockmans, United States and European Package
Express, in Bremen vertreten durch J. H. Bachmanu, in J. P. Dippels Güter-Transport-Tarifen,
I. Jg., Cassel April 1853, II. u. III. Lief., S. 166). — Vgl.
im übr. die Statistik.
Je mehr Deutschland sich konsolidierte, desto mehr wirkte der Transitzoll
nur als Belastung des internationalen Durchzugs, so dafs die letzte
Agitation Bremens nur auf die Transitzolldifferenz nach der Schweiz bezw.
nach dem westlichen Österreich gerichtet ist (Bremen-Köln über den Rhein
bezw. Schweiz-Köln-Bremen 5 sgr. 5’/< ^ bezw. 3 sgr. l'/i ^ teurer per Zollzentner
als entsprechend Rotterdam, 7 sgr. 11 ^ bezw. 7 sgr. 1 ^3/ teurer als
Antwerpen, Aufmachung von F. L. v. Rönne, Brief an Duckwitz vom 30. Jan.
1848, Papiere des verst. Herrn Bürgermeisters Duckwitz im Besitz von Herrn
Ferd. Duckwitz in Bremen). Bremen hat daher über Holland mit den niederländischen
Häfen und Havre, das mit Wegfall der französischen Transitzölle
auf dem französischen Wege überhaupt frei war und infolgedessen auch ein
besonders gefährlicher Gegner für Südwestdeutschland wurde, wo Bremer Gut
bis Augsburg noch konkurrenzfähig auch über die Weser mit ihren an sich
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