Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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Graz—Marburg—Cilli—Laibach  vollendet;  die  Verbindung  über  den
Semmering  stand  noch  aus  bis  1854 1 ).
In  dem  Jahre  1836,  aus  dem  ich  meinen  ersten  Spezialnaehweis
  in  der  Statistik  entnommen  habe,  existierte  aufser  der  kleinen
Stadtbahnstrecke  Nürnberg—Fürth,  die  im  Dezember  1835  eröffnet  war,
noch  keine  Dampf  bahn.  Sonst  ist  die  österreichische  Bahn  Budweis—
Mauthhausen  (Moldau—Donau),  die  der  Ritter  v.  Gerstner,  aber  als
Pferdeeisenbahn,  angelegt  hatte,  die  älteste.  Die  Verbindung  von
Flüssen  und  der  Anschlufs  an  sie  war  überhaupt  die  erste  Funktion,
die  man  in  der  Eisenbahn  gefunden  zu  haben  hoffte. 2 )
1838  kamen  im  Bereich  von  Kleindeutschland  Berlin—
Potsdam  und  Braunschweig—Wolfenbüttel  hinzu,  1839  Leipzig—
Dresden,  1840  Leipzig—Magdeburg,  München—Augsburg,  Mannheim—Heidelberg, ­
  Frankfurt—Mainz,  1841  Berlin—Anhalter  Bahn,
Köln—Elberfeld,  Köln—Aachen. 3 )
Die  Bremer  Bahnen  sind,  womit  sich  zugleich  das  Auf  hören
des  FuhrfrachtVerkehrs  auf  den  betreffenden  Routen  ergibt 4 ),  in
folgender  Reihenfolge  gebaut  worden:
Die  Bremen—Wunstorfer  Bahn,  als  gemeinsame  Staats-’)

  Fahrpläne  nebst  Karte  der  damals  in  Mitteleuropa  von  Havre  bis
Warschau  und  Kiel  bis  Triest  vorhandenen  Bahnen  in  der  Stadtbibliothek,  Reise-Manual,
  III.  Jahrg.,  1849;  Hendschels  Telegraph  1848,  im  Handelskammerarchiv.
2 )  Vergl.  auch  die  Erörterung  für  den  Bau  einer  Eisenschienen-  oder
Holzbahn  für  Gütertransport  durch  Pferdezug  zur  Verbindung  der  Werra  mit
dem  Main,  von  Wanfried  nach  Bamberg  oder  Schweinfurt  (v.  Hormayr),
Fragmente  über  den  deutschen,  besonders  den  bayrischen  Welthandel,  I,  1840,
S.  14,  auch  II,  1841,  S.  19,  ferner  auch  etwa  die  kleine  Schrift  von
v.  Arnsberg:  Plan  zur  Anlegung  einer  Eisenbahn  zwischen  Hannover,  Braunschweig
und  den  freien  Hansestädten,  nebst  einer  Charte  und  einer  Zeichnung,  Braunschweig ­
  1832;  Allgemeiner  Anzeiger  und  Nationalzeitung  der  Deutschen,  29.  Okt.
1832  etc.;  und  im  Folgenden  zur  Minden—Kölner  Bahn.
3 )  Friedrich  List  hat  in  seiner  Schrift;  Über  ein  sächsisches  Eisenbahnsystem ­
  als  Grundlage  eines  allgemeinen  deutschen  Eisenbahnsystems,  und  insbesondere ­
  über  die  Anlegung  einer  Eisenbahn  von  Leipzig  nach  Dresden,
Leipz.  1833,  als  künftige  Linien  verzeichnet:  Basel—Frankfurt  —  Kassel—
Hannover—Bremen;  Gotha—Leipzig—Berlin;  Berlin—Magdeburg—Hannover—
Minden—Köln;  Berlin—Hamburg;  Pommern—Schlesien—Westpreufsen;  Leipzig—
Dresden—Prag;  Leipzig—Berlin;  Leipzig—Magdeburg;  Leipzig—Zwickau  und
Chemnitz;  Leipzig—Bamberg—Nürnberg—München  und  Augsburg—Lindau;
Augsburg—Stuttgart—Karlsruhe;  Lübeck—Hamburg—Bremen.
4 )  Es  ist  übrigens  z.  T.  noch  eine  Zeitlang  von  den  Fuhrleuten  in
Konkurrenz  mit  der  Bahn  gefahren  worden.  So  noch  auf  der  Strecke  nach
Hannover  zu  minimalen  Frachten,  und  in  den  Anfangszeiten  der  Bahn  bildeten
Spediteurverbände,  die  Eilfuhrwerke  noch  Konkurrenz.
            
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