Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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Hannover,  Waltjen  und  eine  Mindener  Werft  aus;  es  wurde  dann
auch  noch  eine  eigene  Reparaturwerkstatt  der  Vereinten  Weser-Dampfschiffahrt
  in  Hameln  begründet,  die  hier  noch  zu
erwähnen  ist. 4 )
Wüstenfeld  in  Münden  und  Henschel 2 )  in  Kassel  waren  Erbauer
des  Dampfers  Herzog  Wilhelm  der  Gebrüder  Haarmann  in  Holzminden,
der  1845  in  Fahrt  gesetzt  wurde  etc. 1 ) 3 )
Berühmt  waren  und  sind  die  Bremer  Segelschiffe  des  Seeverkehrs.
Träger  des  Ruhms  ist  heute  und  seit  1860  namentlich  Johann
C.  Tecklenborg  A.-G. 4 ),  die  Erbauer  der  schnellsten  und  bis  vor
kurzem  gröfsten  Klipper  Potosi  und  Preufsen  von  Laeisz  in
Hamburg;  auch  das  heutige  gröfste  Segelschiff  gehört  nach  Bremen,
der  Werft  und  Reederei  von  Rickmers.  Der  Ruhm  der  Weser-Seeschiffswerften
  ist  seit  1839  nachzuweisen 5 ),  sein  erster  Vertreter
war  Lange. 5 )
Bei  dem  alten  Treidelbetrieb  zerfiel  die  Oberweser  zunächst  in
verschiedene  Abschnitte,  je  nachdem,  ob  Pferde  gebraucht  wurden
oder  Menschen  genommen  werden  mufsten.  Das  Leinenziehen
durch  Menschen  kam  kurz  vor  und  nach  Vereinbarung  des  Weserschiffahrtsregulativs
  1815  zur  Abschaffung. 6 )  Die  Regierungen
hatten  es  im  Interesse  der  üferanlieger  und  Dorfschaften  konserviert,
*)  Vgl.  die  Jahresberichte  der  Gesellschaft  der  Vereinten  Weser-Dampfschiffahrt ­
  (Sammlung  der  Bremer  Stadtbibliothek).  Die  eigene  Schmiedewerkstatt
wurde  1847  eingerichtet.
2 )  Die  Henschelsche  Maschinenfabrik  in  Kassel  beschäftigte  1845
150  Arbeiter.  Engel,  Weserbuch,  S.  16;  W.  Lotze,  Gesch.  d.  Stadt  Münden,
1878,  S.  122,  836.
3 )  August  Engel,  Weserbuch,  1845,  S.  9.
4 )  (Carsten  Eduard  Rosenhagen),  üt  mien  Fohrenstied,  Bremen,
1906,  S.  68—69.
»)  Fr.  v.  Reden,  Das  Königreich  Hannover,  II.  Abt,,  1839,  S.  182
und  185.
Heinrich  Meidinger,  Die  deutschen  Ströme,  IV.  Abt.,  1854,  S.  100.
A.  Duckwitz,  Denkwürdigkeiten  aus  meinem  öffentlichen  Leben,
1877,  S.  18.
«)  1814—16  wurde  das  Leinenziehen  durch  Menschen  überall  aufgegeben,
nur  Lippe  sträubte  sich  noch  bis  1818.  Vgl.  a.  Keller,  III.  Bd.,  S.  146,  248  u.  a.
Eine  historische  Darstellung  von  dem  damaligen  Zollkommissar  Georg  Friedr,
Niemeyer  in  Celle  über  das  Treideln,  die  dieser  als  Denkschrift  wegen  Abschaffung ­
  des  Menschenzuges  verfafst  hat,  liegt  im  Bremer  Staatsarchiv
unter  dem  2.  Juni  1814  (Arch.  Coli.  Sen.  1813;  er  hat  sie  der  westfälischen ­
  und  der  hannoverschen  Regierung  eingereicht).  Vergl.  ferner:
Memoire  der  Deputierten  des  Bremer-  und  oberländischen  Handelsstandes ­
  zur  Beförderung  einer  besseren  Weserschiffahrts-Ordnung  an  ihre
            
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