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aus einem Goldverkauf, der im Zeitpunkt tg staltgefunden hat, die andere ausi
einer Wechseldiskontierung, die im Zeitpunkt tg stattgefunden hat. Die Devisen
verwendet B zur Zahlung an Y im Auslande II. Y verkauft die Devisen gegen!
Noten an die Notenbank, so wie dies seinerzeit A im Inlande getan hat. Für
die Notenbank des Auslandes sind dies Wechsel, welche inländische und aus
ländische Unterschriften tragen. Das Inkasso erfolgt für diese Notenbank in
ihrem Inland. Die aus dem Goldimport für die Auslandsbank II resultierende
Wechselschuld ist nun beglichen. Die Devise 1 behält sie noch in ihrem Porte
feuille, weil sie noch nicht fällig ist. Y kauft mit den zwei Notenmengen zwei
Warenmengen X, eine, die von X importiert worden war. X ist nun im Be
sitze von zwei Notenmengen. Die eine verwendet er dazu, seine Wechselschuld
bei der Notenbank zu zahlen, die andere präsentiert er zur Barzahlung — wir
wollen annehmen, daß im Auslande II die Barzahlung herrsche. Diese Gold
menge dient dem X dazu, eine Ware gi aus dem Auslande 1 zu beziehen, wo
man nur Gold in Zahlung nimmt. Wir können uns auch denken, daß z. B.
der Wechselkurs im Auslande II gegenüber dem Auslande I so groß ist, daß
sich der Goldexport rentiere.
Das von mir hier vorgeführte Schema zeigt uns das Inland im Zustand
einer passiven Zahlungsbilanz, d. h., es muß mehr Zahlungen an das Ausland
leisten, als es von dort her empfängt, es hat für mehr Kronen Waren gekauft,
als verkauft. Den Passivsaldo begleicht die Bank durch Goldexporte. Es
können auch andere Mittel angewendet werden, z. B. man kann auch eine
Anleihe aufnehmen, das heißt, die Differenz schuldig bleiben. Durch den Gold
export kam die Bank, wie wir sahen, in den Besitz von Devisen und konntei
daher im Inland den Devisenkurs beeinflussen. Man könnte nun die Frage
aufwerfen, weshalb es denn besser sei, wenn die Notenbank Devisen statt Gold
abgibt? Wenn Privatleute oder Privatbanken derartige Goldexporte vornehmen,
so werden sie zuweilen Zeitplunkte auswählen, die zwar ihnen persönlich Vorteile
bringen, den Regierungen aber und der Gesamtheit schaden. Die Privat
spekulanten können durch Gold- und Devisenarbitragen Geld verdienen auf
Kosten der übrigen Staatsbürger. Während die Notenbank im Interesse der
Gesamtheit auf einen konstanten Kurs hinzuarbeiten verpflichtet ist, ist die Kurs
schwankung für den Spekulanten die Quelle des Gewinnes. Der Goldexport
wird von der österreichisch-ungarischen Bank zu einer für den Notendienst
möglichst günstigen Zeit vorgenommen, während die Privatleute eine solche
Rücksicht nicht kennen.
Da man bei Goldexporten kaum ein per Mille verdient, müssen große
Quanten Gold von Privaten exportiert werden, um solche Aktionen einiger
maßen rentabel erscheinen zu lassen. Wenn die Notenbank jedermann Gold
abgeben müßte, kann auch die Arbitrage sich des Goldes bemächtigen. Heute
ist das nicht möglich. Aber auch die Devisenabgabe erfolgt nicht immer ohne
weiters. In Zeiten, in denen die Notenbank Grund zur Annahme zu haben
glaubt, daß eine ihr unerwünschte Devisenarbitrage einsetzt, erschwert sie auch
die Devisenabgabe, wobei sie Wege findet, differenzierend vorzugehen.
Sie gibt die Devise dem Rohstoffimporteur, der sie zu Zahlungen braucht,
dann billiger ab, als etwa dem Arbitrageur, der mit Devisen nur spekulieren
will. So erklärt sich zlum Teil die Tatsache, daß die Devisenkurse gelegentlich
über den oberen Goldpunkt hinausgestiegen sind. Wir sehen hier einen Fall vor
uns, in dem nicht jeder Käufer, der gleichviel für eine Ware bietet, die gleichen
Rechte hat, sondern ini dem die Käufer differenziert werden nach ihrer sozialen;
Funktion. Die Bank von Frankreich hat eine ähnliche Politik schon sehr früh
verfolgt. Die gesetzlichen Bestimmungen gaben ihr das Recht, Gold- oder
Silbermünzen abzugeben, wenn jemand Noten zur Einlösung präsentierte. Sie
gab nun zeitweilig, wenn sie es für zweckmäßig fand, nur Silbermünzen ab,
die als Zeichengeld vor den Noten keinen Vorzug hatten. Wer Gold wollte,
mußte eine Prämie zahlen. Sie machte aber auch einen Unterschied. Wer
nachwies, daß er das Gold zur Zahlung von Rohstoffimporten benötigte, wurde
bevorzugt. ,
Derartige Differenzierungen können im Mobil isierungs-
und Kriegsfall von entscheidender Bedeutung sein. Die Noten-