Alles zusammen genommen drückt mir
gleichmäßig. Deshalb bin ich wohl auch so
unselbständig in meinen Handlungen. Ich
besitze fast gar kein Selbstbewußtsein. Kurz,
dieser gemeinsame, von allen Seiten gleich
mäßige Druck wirkt unerträglich. Ich komme
mir oft vor wie der Ertrinkende, der aber
nicht mehr die Kraft hat, nach den Stroh
halm zu greifen. Ein Weiterkommen in dem
Sinne, daß ich meiner Töchter etwas hätte
bieten können, daran ist bei einem Weber
wohl nicht zu denken. (3.) [T. B.]
diese übel drücken gleich schwär. (4. t.)
[T.F.]
Daß man vom Arbeitgeber so verachtet wird
und daß meine Kinder dasselbe Los werden
ertragen müssen. (3. t.) [T. F.]
Ist es eine Freude, wen ich von der Arbeit
komme, meine Frau sitzt an der Nähma-
schiene und näht, der 12jährige Sohn ist ihr
dabei behülflich, die 14jährige Tochter näht.
Ich besorge daß Abendbrot. Nach dem
Abendbrot wieder ans nähen. Ich bereite
für nächsten Tag dass Mittagbrod vor. (3.)
[T.F.]
Die Abhängigkeit drückt mich am meisten.
Ich würde meine ohnehin bescheidenen
Lebensansprüche erheblich herabsetzen,
könnte ich dafür völlige Unabhängigkeit ein-
tauschen. Aber keine Unabhängigkeit, die
durch die Abhängigkeit meiner Mitmenschen
erkauft wäre. (2.) [T. B.]
Durchschn.
Wochen
verdienst
M.
18,—
ich bin gegen wärtig zufriden aber Schma
rotzerei unter die Koiegen gefält mir nicht.
(4-t.) [T.F.]
15,—
ich füge mich drein weil ich einmal zum
Arbeiten geboren bin, wir können einmal
nicht alle Reich sein. (4. t.) [T. F.]
18-
Es ist weniger der geringe Lohn, als die
immer größer werdenden Ausgaben. Es ist
weniger die Abhängigkeit vom Arbeitgeber,
als daß im Arbeiter der Mensch nicht mehr
erkannt und geachtet wird. Die Aussicht
weiter zu kommen schwindet je älter man
wird. Man hofft von Jugend an und wird
ein alter Mann. Und unsre Kinder ? ? (2.)
[T.F.]
25,—
Abhängigkeit. (3.) [T. F.]
21,—
Die Abhängigkeit wirkt sehr aufs Gemüt,
aber die Abhängigkeit vom Arbeitgeber und
die rigorose Behandlung durch die Ange
stellten machen mir das Leben zur Qual.
(1.) [T.F.]
33,—
Den Kindern nichts bieten zu können. Das
Herz möchte zerspringen bei dem Gedanken.
(3-t.) [T.B.]
145