Full text : Die Theorie der Volkswirtschaft

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ihre  Produkte  auf  die  Märkte.  Der  Zwischenhandel  spielt  noch
eine  sehr  geringe  Rolle.
Stark  wird  die  Entwicklung  der  Produktivkräfte  durch  den
Übergang  zur  nächsten  Stufe  des  Gewerbes,  zur  Kustarform,  gefördert. ­
  Zwischen  der  Bestellungsarbeit  und  der  Arbeit  für  einen
lokalen  Markt  ist  noch  kein  wesentlicher  Unterschied.  Denn
der  Produzent  und  der  Konsument  sind  noch  nicht  voneinander
geschieden.  Die  Herstellung  der  Produkte  paßt  sich  dem  lokalen
Bedarf  an.  Die  Rayonwirtschaft  wird  durch  nichts  gestört,  erleidet ­
  keine  Änderungen.  Erst  die  Arbeit  für  den  großen  und
unbestimmten  Markt  ruft  eine  volle  Umwälzung  in  den  wirtschaftlichen ­
  Verhältnissen  hervor  und  verwandelt  die  Rayonwirtschaft ­
  in  die  Volkswirtschaft.
Dieser  Übergang  zur  Arbeit  für  den  entfernten  Markt  ist,  wie
schon  erwähnt,  eine  Folge  der  gestiegenen  Zahl  der  Handwerker.
Durch  die  Verkleinerung  ihres  Grundbesitzes  gezwungen,  wenden
sich  immer  mehr  Bauern  den  Gewerben  zu.  Mit  der  Zunahme
der  Zahl  der  Handwerker  steigt  aber  auch  die  Konkurrenz  unter
ihnen,  sinken  die  Preise  ihrer  Erzeugnisse.  Dieser  letzte  Umstand ­
  veranlaßt  die  Handwerker,  zur  Massenproduktion  überzugehen, ­
  um  auf  diese  Weise  den  durch  das  Sinken  der  Preise  verursachten ­
  Einnahmeausfall  zu  ersetzen.  So  stört  die  Vermehrung
der  Handwerker  das  frühere,  stabile  Gleichgewicht  der  Rayonwirtschaft ­
  und  veranlaßt  sie,  ein  Absatzgebiet  für  ihre  Produkte
auf  entfernten  Märkten  zu  suchen.  Der  Verkehr  mit
den  entfernten  Märkten  ist  aber  nur  durch  die  Vermittlung  des
Handelskapitals  möglich,  weil  der  Handwerker  doch  nicht  gleichzeitig ­
  das  Gewerbe  treiben  und  seine  Erzeugnisse  auf  den  Märkten ­
  herumführen  kann.
Wie  wir  bald  sehen  werden,  kämpften  die  Handwerker  gegen
ihre  Unterjochung  durch  das  Handelskapital,  indem  sie  ihre  Produktion ­
  beschränkten.  Als  aber  diese  Mittel  die  Zunahme  der
Handwerkerzahl  nicht  aufhalten  konnten,  sahen  sich  auch  die
anderen  Handwerker  gezwungen,  ihre  Produktion  zu  vermehren,
um  den  Verlust  aus  dem  Sinken  des  Preises  auszugleichen.
Der  Zwischenhändler  kann  seinen  Anteil  nur  durch  Ver-
            
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