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in der Hausindustrie sinkt aber dieser Anteil des Arbeiters an
dem Produkt so herab, daß auch sein Verdienst verkürzt wird.
Indem wir die Bedingungen betrachtet haben, die die Entwicklung
des Kleinbetriebs aus einer niedrigeren Form zur
höheren hervorrufen, haben wir gefunden, daß die Zunahme der
Handwerkerzahl den ersten Anstoß dazu gibt. Solange das Angebot
an Handwerkserzeugnissen infolge der geringen Zahl der
Handwerker oder der Einschränkung der Produktion durch die
Zünfte (wie es im Mittelalter der Fall war) nicht übermäßig groß
ist, kann das Handwerk aufrechterhalten werden und es erhält
sich auch. Unter diesen Bedingungen wird sich auch die
Ray on Wirtschaft lange erhalten, ohne in die Volkswirtschaft überzugehen.
Dieser Prozeß geht heute noch in Rußland vor sich. Die
„überschüssige“ ländliche Bevölkerung, die die Not aus dem
Dorfe in die Stadt hinein jagt, füllt die Reihen der Gewerbetreibenden,
die aber unter dem Drucke der eigenen Konkurrenz
sich aus selbständigen Handwerkern in Kustari verwandeln, also
für einen Zwischenhändler zu arbeiten beginnen.*)
Der große Unterschied in der Entwicklung des Gewerbes im
heutigen Rußland und am Ausgang des Mittelalters besteht darin,
daß heute die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse den
Übergang des Handwerks in die fortgeschritteneren Produktionsformen
bis zum kapitalistischen Großbetrieb gestatten, während
sich das Gewerbe im 16., 17. und 18. Jahrhundert nur allmählich
entwickeln konnte. Dennoch sind die wirtschaftlichen Ursachen
der Evolution des Gewerbes dieselben im heutigen
Rußland wie im westeuropäischen Mittelalter.
Wir haben ferner oben erwähnt, daß der Kustar, der für
*) Es ist beachtenswert, daß sich die Lohnarbeiter der städtischen
Kustari und Handwerker aus den bäuerlichen und nicht den
städtischen Elementen rekrutieren. Die städtische Bevölkerung paßt
sich den städtischen Verhältnissen besser an und beutet die aus dem
Dorfe kommenden Bauern aus. Nur in Gewerbezweigen, die qualifizierte
Arbeit fordern, dominieren die städtischen Arbeiter.
Mas slow, Die Theorie d. Volkswirtsch.
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