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stärker im Preise stiegen als die fertigen Erzeugnisse.*) Eben
dieser Umstand mußte auch die Zunfthandwerker zwingen, für
einen entfernteren Markt zu arbeiten.
Trotz aller gesetzlichen Einschränkungen der Konkurrenz
konnten die mittelalterlichen Handwerker ebensowenig wie die
Kustari im Gouvernement Saratow ihre Selbständigkeit aufrecht
erhalten. Sowohl für den Absatz ihrer Erzeugnisse, als auch für
den Ankauf von Rohmaterial waren sie auf die Zwischenhändler
angewiesen, sobald ihre Produktion einen bedeutenden Umfang
angenommen hatte. Die meisten unter ihnen konnten schon nicht
mehr sich selbst das Rohmaterial verschaffen. Sie waren auf
den Kredit des Zwischenhändlers angewiesen und mußten
schließlich zur Stückarbeit übergehen.
V.
Die Enquete über die Kustargewerbe in der Stadt Kusnezk
wirft auch helles Licht auf das Verhältnis zwischen dem Um
fang der Produktion und der Art, wie sich der Handwerker das
Rohmaterial verschafft.
Die Schuhmacher, die sich selbständig das Rohmaterial
auf dem Markte verschaffen, produzieren jährlich für 165 Ru
bel. Die anderen, die das Rohmaterial stets bei bestimmten
Personen kaufen, d. h. bei ihnen borgen müssen, schaffen Er
zeugnisse für jährlich 360 Rubel. Wieder andere, die für den
Verleger mit seinem Material arbeiten, erzeugen in einem Jahre
für 473 Rubel.
Das Jahresprodukt der entsprechenden Kategorien der Hand
schuhmacher stellt sich wie folgt: 73 Rubel, 834 Rubel und
*) Siehe Wiebe, Geschichte der Preisrevolution im XVI. bis
XVII. Jahrh. S. 125. Im Kapitel über den Wert werden wir noch ein
Sinken der Preise für Wollgewebe zu dieser Zeit konstatieren können.
Siehe auch Kulischer, Die Entwicklung des Profits, Bd. I (russ.), S. 508
bis 513. Leider gibt Kulischer der angeführten Tatsache des Preis
sinkens eine verkehrte Erklärung. Nach ihm hat die Ausdehnung des
Marktes den Preissturz verursacht, während doch gerade das Sinken
der Preise zur Ausdehnung des Marktes führte. Übrigens begeht hier
Kulischer denselben Fehler wie alle anderen Volkswirte, so beispiels
weise K. Bücher.