Full text : Die Theorie der Volkswirtschaft

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1537  Rubel.  Die  Hausarbeiter  erzeugen  hier  also  das  Zwanzigfache ­
  von  dem,  was  die  selbständigen  Handwerker  hersteilen.
Dagegen  sinkt  der  Verdienst  eines  Gewerbetreibenden  im  Verhältnis ­
  zum  Wert  der  Waren  mit  dem  Steigen  seiner  Abhängigkeit. ­
  Während  der  Verdienst  der  selbständigen  Schuhmacher
76  Proz.  des  Warenwertes  ausmacht,  verdient  ein  Schuhmacher,
der  das  Rohmaterial  auf  Kredit  erhält,  nur  45  Proz.  und  ein
Schuhmacher,  der  gegen  Stücklohn  arbeitet,  gar  nur  24  Proz.
des  Produktenwertes.  Die  entsprechenden  Zahlen  für  die  Handschuhmacherkategorien ­
  sind:  43  Proz.,  22  Proz.  und  8  Proz.
Wie  schon  erwähnt,  verdient  der  Hausarbeiter  trotzdem
mehr  als  der  selbständige  Handwerker,  der  infolge  der  Konkurrenz ­
  seine  Produktivkräfte  nicht  ausnutzen  kann.
Bücher  konstatiert,  daß  es  in  Westeuropa  im  17.  bis  18.  Jahrhundert ­
  „trotz  aller  Schranken,  mit  welchen  der  Zugang  zum
Meisterrechte  versperrt  blieb,  nicht  gelungen  war,  Übertretung  zu
verhüten.  Bei  den  Bäckern  und  Metzgern,  die  als  Typen  der
Wohlhabenheit  angeführt  zu  werden  pflegen,  war  das  Reihenbacken ­
  und  Reihenschlachten  fast  allgemein  üblich,  d.  h.,  es
waren  so  viele  Meister  da,  daß  nicht  jeder  Bäcker  jeden  Tag
frisch  hacken  und  jeder  Metzger  ein  Stück  Vieh  jede  Woche
schlachten  konnte.“  (Bücher,  a.  a.  O.,  S.  192.)
Nicht  die  Änderung  der  „Volkswirtschaftlichen  Bedarfsgestaltung“ ­
  hat  also  den  Untergang  des  Handwerkes  verursacht.
Diese  Änderung  in  der  Bedarfsgestaltung  ist  eher  ein  Resultat  der
Änderung  in  den  Produktionsbedingungen,  die  ihrerseits  durch
die  Zunahme  der  Handwerkerzahl  hervorgerufen  wurde.  Erst
wenn  der  Zwischenhändler  die  Handwerkererzeugnisse  billiger
zu  verkaufen  begann  als  selbst  der  Handwerker,  änderte  sich
auch  der  volkswirtschaftliche  Bedarf.  Der  Zwischenhändler
konnte  aber  Handwerkererzeugnisse  auf  entfernten  Märkten  zu
billigen  Preisen  liefern,  wenn  die  Konkurrenz  die  Handwerker
zwang,  ihm  ihre  Ware  billig  zu  verkaufen.
Noch  minder  befriedigend  löst  W.  S  o  m  b  a  r  t  die  Frage  des
Untergangs  der  Handwerker.  Sombart  sucht  die  „Existenzbedingungen“ ­
  des  Handwerks  festzustellen,  und  mit  der  Gründlichkeit
            
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