Full text: Die Nationalökonomie in Frankreich

Die gegenwärtige Lage der liberalen Schule 
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der Produktion des Menschen gewonnen wird. Darum ist die 
Kinderzeugung manchmal überreichlich in den unteren Klassen, 
während sie in den oberen ungenügend bleibt und es von Tag 
zu Tag mehr wird Die Produktion des Menschen wird, 
wie jede andere, begrenzt, einmal durch das dafür verfügbare 
Kapital und vorher durch den Gewinn, welchen sie einbringen 
kann, und dessen Höhe, verglichen mit derjenigen des Gewinnes 
der andern Produktionszweige. Bei der Sklavenproduktion be 
stimmte die Nachfrage die Höhe des Gewinnes . . . ., bei der 
Produktion der Freien geht es, genau betrachtet, ebenso. Wenn 
die Nachfrage nach Arbeitskräften das Angebot übersteigt, z. B. 
nach einer Seuche oder einem Kriege, oder wenn neue Erfin 
dungen, Entwicklung von Verkehrsmitteln, Verringerung von 
Zöllen das Absatzgebiet der Industrie erweitern und damit das 
der Arbeit, so steigt der Gewinnanteil des persönlichen Kapitals. 
Die Menge erhält höhere Löhne, sie kann mehr ersparen, und 
dieses Mehr an Kapital wird natürlicherweise zu den vorteil 
haftesten Verwendungen hingezogen. Unter diesen Verwen 
dungen steht an erster Stelle die Aufziehung eines Mehrs an 
Bevölkerung. ... Im entgegengesetzten Falle, wenn der Absatz 
aus irgend einem Grunde stockt, sinken die Löhne, die Kapital 
ersparnis ist geringer, der Gewinn, den ein auf die Produktion 
des Menschen verwendetes Kapital abwirft, verringert sich, 
und die Bevölkerungszunahme nimmt ab, bis das Gleichgewicht 
von Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkte auf dem 
Niveau der Produktionskosten zuzüglich des Gewinnes, welcher 
dem der andern Verwendungsarten des Kapitals gleichkommt, 
wieder hergestellt ist“ '). 
„Es gibt eigentlich keine Bevölkerungsgesetze. Es gibt Natur 
gesetze, welche die Produktion des Menschen regieren wie jeden 
andern Produktionszweig“ 1 2 ). 
Die Naturgesetze der Kraftersparnis und der Konkurrenz, 
welche die Produktion der Brauchbarkeiten regieren, bestimmen 
auch deren Verteilung unter die Faktoren der Produktion: per 
sönliches, unbewegliches und bewegliches Kapital 3 ). „Die- 
1 ) ibid. p. 95—100. 
2 ) ibid. p. 110. 
3 ) ibid. p. 172 ff.
	        
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