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Gewiß, wie wir gesehen haben, dient der Arbeitswert nicht
als Kriterium im Tauschverkehr, wo der eine Kontrahent ein
Monopol besitzt. Nur die Konkurrenz der Kaufleute untereinander
konnte sie zwingen, die Waren zu ihrem Wert zu verkaufen,
Daher auch ihr Bestreben, die Konkurrenz unmöglich
zu machen. Die Geschichte des Altertums und des
Mittelalters ist voll von solchen Kriegen der Kaufleute untereinander.
Der Kampf zwischen den Griechen und Phöniciern,
zwischen den griechischen Republiken, sowie auch der Kampf
zwischen den italienischen Republiken — oder die Bildung des
Hansabundes — alles dies war durch das Bestreben hervorgerufen,
sich das Handelsmonopol zu sichern und so die Konsumenten
wie die Produzenten zu übervorteilen.
Dieser Handel drang aber in die Naturalwirtschaften kaum
ein. Er existierte hauptsächlich für die herrschenden Klassen,
Sklavenhalter, feudale Grundherren, den Staat, kurz für die Besitzer
des Mehrproduktes, das sie durch Raub, Steuern usw. sich
angeeignet hatten.
Gleichzeitig mit diesem Handel existierte zunächst innerhalb
der Gemeinde — und darauf auch innerhalb der Gebietswirtschaft
— ein Tausch verkehr, der durch den Arbeitswert reguliert
und durch die Arbeitsteilung innerhalb der Gemeinde, des
Rayons oder zwischen Stadt und Land und selbst in der Stadt
hervorgerufen wurde.
Eine Warenproduktion von Massenartikeln ist nur dann
möglich, wenn diese außerhalb der Gemeinde billiger hergestellt
werden können. Der Handwerker, der für den Markt arbeitet,
muß seine Produkte billiger abgeben, weil sonst jeder es vorziehen
wird, sie bei seinen Nachbarn zu bestellen. In der Tat
ist auch die Marktware stets billiger als die beim Handwerker
bestellten Artikel. So konnten die Preise für Massenkonsumartikel
nicht viel von deren Wert ab weichen: der relative Arbeitswert
hielt die Preisschwankungen in engen Grenzen eingeschlossen.
Die Preistaxen der Zünfte halfen ihnen sehr wenig,
insofern sich der Tausch verkehr auf die Zünfte untereinander
beschränkte. Nur gegenüber den übrigen Konsumenten, haupt-