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richtet sich jetzt auch der Profit, der aus dem Handel mit auswärtigen
Waren fließt. So verwandelt sich der Handelsprofit,
der aus der Ausbeutung des Konsumenten im Zirkulationsprozesse
entspringt, in einen, der durch die Ausbeutung des Produzenten
im Produktionsprozesse gewonnen wird.
Der Produzent wurde als Sklave, Höriger oder Schuldner
usw. schon längst ausgebeutet, aber die auf solche Weise erhaltenen
Produkte waren mit dem Handelskapital nicht verbunden,
sondern wurden unmittelbar konsumiert. Allerdings kamen die
Überschüsse auch in den Handel; doch bildete sich der Handelsprofit
nicht auf diese Weise. Nur die unmittelbare Ausbeutung der
Produzenten gab dem Kapital die Möglichkeit, sich grenzenlos
auszudehnen, die Organisation der Produktion zu ergreifen und
die Produzenten zu seinem „freien“ Sklaven zu machen.
Wie der Kaufmann bei den Kustari Waren unter ihrem Wert
kauft, um darauf seinen Profit aufzuschlagen, so zahlt er auch
dem Bauer jetzt weniger für landwirtschaftliche Produkte, als sie
wert sind. Auch hier will er seinen Profit haben.
Der Tausch verkehr mit „exotischen“ Waren hob die Naturalwirtschaft
nicht auf, förderte aber den technischen Fortschritt in
gewaltigem Maße. Besonders groß war die Bedeutung des Handels
mit Waren, die zur Produktion von Produktionsmitteln
dienten. Schon in der Steinzeit wurden die besseren Steinsorten
nach den entferntesten Gegenden gebracht. Mit dem Eintritt in
die Bronze- und Eisenzeit gewinnt der Verkehr noch größere Bedeutung.*)
Immerhin hat nicht dieser Handel mit auswärtigen
Waren, sondern der Tausch verkehr mit Gegenständen, die an
Ort und Stelle produziert werden, den Boden für die kapitalistische
Wirtschaftsweise geschaffen.
*) Für uns ist die Frage, ob Bronze oder Eisen zuerst angewendet
und ob Bronze wirklich aus Britannien nach Europa gebracht wurde,
Nebensache. Eins ist klar, daß der Verkehr in diesen Metallen bedeutend
war. Siehe Wiebel, Die Kultur der Bronzezeit Nord- und
Mitteleuropas, Kiel 1865, sowie G. Beck, Die Geschichte des Eisens,
II. Aufl., Bd. I, S. 590-597.