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Monopolhandel mit Luxusgegenständen ersetzen. Die Gebietswirtschaft
dehnt sich zu einer Volkswirtschaft aus, bis die Entstehung
des Großbetriebes auch die nationalen Grenzen niederreißt
und den Weltmarkt und die Weltwirtschaft schafft.
Die Umwandlung der Rayonwirtschaft in eine Volkswirtschaft
infolge der Entwicklung des Handels und der Zunahme
der Kustari führte zur Bildung von größeren Territorialeinheiten,
von Großstaaten. Diese Entwicklungsperiode umfaßt in Westeuropa
die Zeit vom 16. bis zum 18. Jahrhundert.
So erscheint die Volkswirtschaft als Resultat der Umwandti
lung des selbständigen Produzenten in einen Kustar, der für den
j Zwischenhändler oder Verleger arbeitet, und in einen Arbeiter
' der Manufaktur. Während dieser Periode, die von Marx die
Periode der ursprünglichen Akkumulation genannt wurde, werden
alle Grundlagen der alten Wirtschaftsordnung zerstört und
wird das Fundament der neuen Verhältnisse gelegt.
Schon im Mittelalter geht der erwähnte Prozeß der Verwandlung
des Handwerkers in einen Kustar in einigen Gewerbezweigen
— hauptsächlich in der Weberei — vor sich. Die Ausdehnung
des Handels mit Wollwaren steigert den Bedarf an Wolle und
I führt dann zur Ausdehnung der Schafzucht in England und Frankreich.*)
Aber erst Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts
geht die gewaltige Umwälzung in den Agrarverhältnissen vor
sich, die durch die Entwicklung der Schafzucht hervorgerufen
wurde und die Marx so drastisch geschildert hat.**)
Das Steigen der Wollpreise veranlaßte die Landlords, die
Bauern zu legen, und deren Ackerfelder in Wiesen zu verwandeln.
Trotz der Steigerung der Wollpreise sind die Preise für Tuch
nicht nur nicht gestiegen, sondern sogar gesunken. Dies, wie auch
die Agrarrevolution selbst, findet eine Erklärung in den Änderungen,
die in der Industrie vor sich gingen, — in der Umwandlung des
Handwerkers in einen Kustar.
*) Eugen Rübling, Die Handelswege des Mittelalters, Ulm 1901, S. 29.
**) Das Kapital, Bd. I, Kap. 27. Die sog. ursprüngliche Akkumulation.