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In dem berühmten Kapitel über „die ursprüngliche Akkumulation“
gibt Marx ein grelles Bild des Raubes, der Vergewaltigung
und Ausbeutung, die den Entstehungsprozeß der „Volkswirtschaft“
begleitet haben, einen Prozeß, der nicht nur zur Vermehrung
der industriellen und Verdichtung der Bevölkerung
überhaupt und zur Neueinteilung der Produktivkräfte zwischen
Land und Stadt, Gewerbe und Landwirtschaft führt, sondern
eine neue Verteilung der Produktivkräfte zwischen den einzelnen
Ländern mit sich bringt. Dieser Verteilungsprozeß der Produktivkräfte
steht in engem Zusammenhang mit der Tatsache
des abnehmenden Bodenertrages; darauf kommen wir aber noch
zurück.
Die Verdichtung der Bevölkerung und besonders die Zunahme
der gewerblichen Bevölkerung erhöht die Nachfrage nach Produkten
der Landwirtschaft und Rohmaterialien für die Industrie.
Bei gegebenem Territorium kann man dieser erhöhten Nachfrage
nur durch Intensivierung des Betriebes, also durch relativ höhere
Aufwände, entgegenkommen, wodurch aber die landwirtschaftliche
Produktion verteuert und die Getreidepreise erhöht werden.
Die Industriebevölkerung zieht daher vor, ihre Erzeugnisse gegen
landwirtschaftliche Produkte aus Gegenden mit extensiver Kultur
auszutauschen, wo diese billiger gewonnen werden. Die Industriebevölkerung
ist also nicht nur an der freien Ausfuhr ihrer
Erzeugnisse, sondern auch an freier Einfuhr landwirtschaftlicher
Produkte interessiert. Umgekehrt wollen die Grundbesitzer sich
durch Zollmauern möglichst gegen die auswärtige Konkurrenz
schützen. Trotz dem Widerstande der Grundbesitzer werden
nach den Industrieländern mit intensiver Landwirtschaft Produkte
der Landwirtschaft eingeführt. Dies führt nun zur Neueinteilung
der Produktivkräfte nicht nur unter den Ländern, sondern
auch im Industrielande selbst. Da Fabrikate aus- und Rohstoffe
und Lebensmittel eingeführt werden, so nimmt relativ die
Industriebevölkerung immer mehr zu, die ländliche dagegen ab.
Da zudem die Intensivierung des Betriebes unvorteilhaft wird, so
vermindern die Grundbesitzer ihre Arbeiterzahl, und die ländliche
Bevölkerung zieht nach den Städten oder wandert nach den