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Drittes Kapitel.
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anderer Käufer und als Käufer ein anderer Verkäufer gegenüber.
Wie dieselbe Ware die zwei umgekehrten Wandlungen nacheinander
durchläuft, aus Ware Geld und aus Geld Ware wird, so wechselt der-
Selbe Warenbesitzer die Rollen von Verkäufer und Käufer. Es sind
dies also keine festen, sondern innerhalb der Warenzirkulation be-
ständig die Person wechselnde Charaktere.
Die Gesamtmetamorphose einer Ware unterstellt, in ihrer ein-
fachsten Form, vier Extreme und drei Personae dramatis, drei han-
delnde Personen. Erst tritt der Ware das Geld als ihre Wertgestalt
zegenüber, die jenseits, in fremder Tasche, sachlich harte Realität
besitzt. So tritt dem Warenbesitzer ein Geldbesitzer gegenüber.
Sobald die Ware nun in Geld verwandelt, wird letzteres zu ihrer
verschwindenden Aequivalentform, deren Gebrauchswert oder Inhalt
dieseits in andern Warenkörpern existiert. Als Endpunkt der ersten
Warenwandlung ist das Geld zugleich Ausgangspunkt der zweiten.
So wird der Verkäufer des ersten Aktes Käufer im zweiten, wo
ihm ein dritter Warenbesitzer als Verkäufer gegenübertritt.”*
Die beiden umgekehrten Bewegungsphasen der Warenmetamor-
Phose bilden einen Kreislauf: Warenform, Abstreifung der Waren-
form, Rückkehr zur Warenform. Allerdings ist die Ware selbst
hier gegensätzlich bestimmt. Am Ausgangspunkt ist sie Nicht-
Sebrauchswert, am Endpunkt Gebrauchswert für ihren Besitzer.
So erscheint das Geld erst als der feste Wertkristall, worin sich die
Ware verwandelt, um hinterher als ihre bloße Aequivalentform zu
terrinnen.
Die zwei Metamorphosen, die den Kreislauf einer Ware, bilden
%ügleich die umgekehrten Teilmetamorphosen zweier andern Waren.
Dieselbe Ware (Leinwand) eröffnet die Reihe ihrer eigenen Meta-
Morphosen und schließt die Gesamtmetamorphose einer andern
Ware (des Weizens). Während ihrer ersten Wandlung, dem Ver-
kauf, spielt sie diese zwei Rollen in eigener Person. Als Gold-
*hrysalide [Goldpuppe] dagegen, worin sie selbst den Weg alles
Fleisches wandert, endet sie zugleich die erste Metamorphose einer
äritten Ware. Der Kreislauf, den die Metamorphosenreihe jeder
Ware beschreibt, verschlingt sich also unentwirrbar mit den Kreis-
läufen anderer Waren. Der (Gesamtprozeß stellt sich dar als Waren-
Zirkulation.
Die Warenzirkulation ist nicht nur formell, sondern wesentlich
Vom unmittelbaren Produktenaustausch unterschieden. Man werfe
dur einen Rückblick auf den Vorgang. Der Leinweber hat un-
bedingt Leinwand mit der Bibel vertauscht, eigene Ware mit
Tremder, Aber dies Phänomen ist nur wahr für ihn. Der Bibel-
agent, der dem Kühlen Heißes vorzieht, dachte nicht daran. Lein-
—
- „7 „Es gibt also vier Endpunkte und drei Kontrahenten, von denen einer
pP Simal auftritt.“ (Le Trosne: „De l’Inter&t Social.“ Physiocrates, ed. Daire.
äris 1846, p. 908.)