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Der technische Fortschritt erhöht die Arbeitsproduktivität bei
allen Wirtschaftssystemen. Der Jäger von heute, der sich des
weittragenden Gewehres bedient, der Fischer, der ebenfalls vervollkommnete
Werkzeuge gebraucht, ebenso wie der Landwirt,
der landwirtschaftliche Maschinen verwendet, sie alle erhalten
bedeutend mehr Produkte, als der Urjäger mit seinem steinernen
Werkzeug, oder als der Chinese, der seinen Acker mit primitiven
Geräten bestellt. Dennoch wird kein moderner Landwirt auch
mit den verbesserten Werkzeugen bei bedeutendem Bodenreichtum
so hohe Ernten pro Flächeneinheit erhalten wie der Chinese,
da er keine so intensive Kultur führen wird. — Der technische
Fortschritt erhöht die Arbeitsproduktivität sowohl in der extensiven
als auch in der intensiven Wirtschaft, hebt aber den Unterschied
zwischen diesen Wirtschaftssystemen nicht auf. Wenn der
Landwirt bei primitiven Werkzeugen 100 Doppelzentner Getreide
auf jede Arbeitskraft in einer extensiven Wirtschaft und 70 Doppelzentner
in einer intensiven Wirtschaft erhält, so wird die Arbeitsproduktivität
im ersten Falle bei vervollkommneten Werkzeugen
auf 200 Doppelzentner und im zweiten Falle bloß auf 140 Doppelzentner
steigen. Daher strebt auch die Bevölkerung danach,
trotz des technischen Fortschrittes den Boden extensiv auszunutzen
und geht zur intensiven Kultur nur bei Mangel an freiem
Boden über.
So treten in der Geschichte der menschlichen Gesellschaft in
der Urproduktion zwei entgegengesetzte Tendenzen auf, die die
wirtschaftliche Struktur beeinflussen: einerseits das Bestreben,
sich zu zerstreuen, hervorgerufen durch das Sinken der
Arbeitsproduktivität bei sukzessiven Arbeitsaufwänden auf derselben
Bodenfläche; und andererseits die otwendigkeit, eine
intensivere Kultur einzuführen, um aus demselben Boden mehr
Produkte für die zunehmende Bevölkerung zu erhalten. Wie
schon erwähnt, heben der technische Fortschritt und die Verbesserung
der Agrikultur im allgemeinen den Unterschied
zwischen der extensiven und intensiven Wirtschaft nicht auf. So
hat auch der moderne, gewaltige technische Fortschritt die Tendenz
zur Zerstreuung der Bevölkerung nicht neutralisiert, weil