Full text: Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

Abschn. 34. Zahlung úirèp toö beîva, von dem Zahler. 
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K[ ÚTr]èp KttTOÍKiuv 'HpaKXeíaç irupoO apTaßag x. Diese Sito- 
logenbescheinigung ist für die Genossenschaft der Katöken des 
Dorfes 'HpaKXeia bestimmt, sie besagt, daß die Speicherverwaltung 
X Artaben vom Konto der Katökengenossenschaft weggeschrieben 
und auf das Konto des TíHiç gutgeschrieben, oder, falls dieser kein 
Kontoinhaber war, an ihn körperlich verabfolgt habe. 
P. Fior. I 35 (167 n. Chr.) gehört ebenfalls in den Kreis dieser 
Betrachtung; zugleich ist diese Urkunde noch in anderer Hinsicht 
wichtig. 
[AùjviQÇ "Hpuj[voç Kai] |uéTp[xo]i criToX(ÓTOi) Kiú(pr|G) TaX[€Í. 
’EjpeTpnGncrav npiv èni xnç »ß [tJoO õvtoç pnvôç Oaiôqpi 
TOÛ èveCTTUÚTOÇ ÔTÒiJÚOU êxOUÇ ’AVTUUVÍ[v]0U Kai OÚnp[ou] TÚJV 
Kupí[ujv] ZeßaffTijüv MeTÍ<JTUJV àirò Tevn()LiaToç) l (êtouç) uirèp 
'Ißtüjvog (EiKoffiTTevTapoúpuuv) xXripoúxmv nupoO péT[puj] òr)- 
puuíTÍLu Hu(Jt(íú) eTTai(Tov)^ dpraßag ëE Tpírov TTpo(J|Li(eTpou- 
pévnç) (TTUpoô dpTdßn?) a i'ß', yivovrai toö auvepépatoç^ 
TTupoû dpraßag éirià xpÎTOv òmòéKaxov, (yivovxai) (nupoO 
(dpxdßai) l Tiß. Aùvnç "Hpujvoç (TixoX(ôtoç) bià Aiovuffiou 
Tpappaxéiüç pepéxpripe xà[ç] xoû irupoO dpxdßag énxá xpíxov 
òujòéKaxov, (TÍvovxai) (nupoO dpxdßai) t fiß. 
Das Gerippe dieser Giroquittung lautet: èpexpqGricrav qpiv 
uirèp KXqpoúxuJV dpxaßai x. Das jegliche Fehlen eines Eigennamens 
innerhalb des Körpers der Quittung fällt hier sofort in die Augen. 
Der Fall kann nur so liegen, daß die Kleruchengenossenschaft des 
Dorfes ’Ißiihv EÍKoUiirevxapoúpujv 6 Vs Artaben Weizen körperlich 
zum Staatsspeicher geschafft hat mit dem Anträge, diese 6 Vs Ar 
taben ihrem eigenen Girokonto gutzuschreiben. Das ist also 
eine Erhöhung des Stammguthabens durch Selbsteinlage 
(vgl. Abschn. 17), und die Girobuchung im Speicher geschieht úirèp 
KXripoúxujv, „für Rechnung der Kleruchen als Zahler“. Die Kle- 
ruchen sind Zahler auf ihr eigenes Konto, sie sind Zahler und 
Empfänger zugleich. 
‘ Die Bedeutung von cttoitov hat sich bisher nicht klarstellen lassen. 
Vgl. P. Fay. 81, 13; 83, 9; P. Fay. 264 = Stud. Pal. IV S. 118. Siehe auch den 
Erklärungsversuch von Crönert, Stud. Pal. IV S. 87. In P. Amh. II 88, 24 wird 
[eTrai]Tov statt [....]. tujv zu lesen sein. Bemerkenswert ist es, daß dieses 
rätselhafte Wort so oft in Girobescheinigen vorkommt (vgl. S. 145; 155; 
168; 176; 180). Sollte enaixov ein girotechnischer Ausdruck sein? 
* 1. ouvaip^paToç, Wilcken, Archiv IV S. 430.
	        
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