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Teil III. Geld-Giroverkehr.
Während die Giroanweisungen an den Speicher sich gewöhnlich
darauf beschränken, die Höhe der Zahlung und den Zahlungsempfänger
zu nennen (vgl. Abschn. 27), enthalten die Giroanweisungen
an die Bank (römische Zeit) in der Regel eine mehr oder
weniger ausführliche Darlegung darüber, wofür die Zahlung geschehen
soll. Dieser Unterschied mag darin begründet sein, daß
der Bank eine notarielle Bedeutung innewohnt (siehe Teil IV);
die Giroanweisung wird durch diesen Umstand auch dann beeinflußt,
wenn die Girozahlung von einer notariellen Beurkundung nicht
abhängt. Ein Beispiel hierfür ist die Giroanweisung BGU. 156
(201 n. Chr,), die oben S. 201 behandelt worden ist.
Eine eigenartige Giroanweisung ist BGU. 1064 (um 278
n. Chr.) ; der Anfang ist weggebrochen :
[U òeíva Ia]p[a]Triujvi Tpa7T[eZ:]eÍTpi x«ipeiv. KaX[âiç]
TToinaeiç |ue[T]aßaXubv t[0»] napà aol èv ’OHu[pu]TxeÎTri
Aùpr|Xiuj ’OqpeXXÎLjj èEtifpTf) ’OEupuTxeiTÜùv àyO’ div ëcrxov
Trap’ aiiTOÛ èv 'Eppo[0j rrôXei dpYupiou xaivoO vopíupaTog
raXávTUJv òéKa, Y(ívovTai) (ráXavia) i, rà Tua toO dpTupíou
TáXavta [òjéKU irXppriç àpiOpoO, Kai jup auTiú[v] KaTá(Tx>lÇ-Tfjv
òè èiTiOfiKriv Taúxriv povaxpv (Toi èHeòóprjv iòió-TPacpóv
poo, Koti Kupía ècriiu, Kai èTTepu}Tri0B[ç] ihpoXÓTnaa.
(’'Etouç) t (èrouç) toO Kupíou fipújv MápKou AuppXipu
TTpoßou leßacTToO, TOßi . .
Zppe[(o]u ’Ev ’OHupuYXÊÍTT] èiri A(ùpnXiov)^ Zapa-TTÍuuva
òiadToXéa.
Zunächst sehen wir, daß auch hier der Zweck der Girozahlung
genau bezeichnet wird: die Girozahlung ist Rückzahlung eines
Darlehens, das der Giroaussteller von dem Exegeten Ophellios erhalten
hatte. Der Bankhalter sowie Ophellios wohnen in Oxyrhynchos,
der Giroaussteller dagegen hält sich, wie aus den Worten rrapà
croi èv ’OHy[pu]YxeÍTr] hervorgeht, auswärts auf, wahrscheinlich noch
in Hermupolis, woselbst er das Darlehen von Ophellios empfangen
hatte. Der òiaaxoXeúç namens Sarapion ist, wie schon Wilcken^
hervorhebt, von dem Bankhalter Sarapion verschieden. Der òiaffxoXeúç
ist ein Kassierer oder Geschäftsführer (vgl. oben S. 119),
^ Berichtigung von Wilcken, Archiv IV S. 560.
* Wilcken, Archiv IV S. 560, vermutet ¿inZ( ), womit eine Form von
é-mZrjTeív gemeint sein könnte.
® Archiv IV S. 560.