Full text: Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

Abschn. 72. Selbständiger Girobankvertrag vom Faijum. 
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VaYKO[v] TÒV ZttTUpOV TOÛTOV 
à7roYp[á]ii;aO'9ai èv tOùv xa- 
MXuuv àtroYpacp^ toö èv[e(y]TÚJ- 
[toç] lò (êrouç) èm [prij^po- 
TTÓXeujç xai àTrobiúcriv aÚT[òv 
T]à àiTÒ ToO lò (Itouç) òrmócJia. 
gemäß hat Satyres das Kamel 
in die Kamelbesitz-Anmelde 
liste für das laufende Jahr 14 
aufzunehmen, und zwar im 
Meldebezirke der Gauhaupt 
stadt (Arsinoe); auf ihn entfällt 
es auch, die öffentlichen Abga 
ben vom Jahre 14 ab zu zahlen. 
C. Unterschrift (Hand 2). 
Geldempfänger: Ai[óòujp]oç 
TTaTro[ÔToç] t[o]0 [‘Hpa]K\[a 
TteJ-rrpaxa ZaTÚ[p]uj ZaTÚpo[u] 
t[oû] A[ap]a[p]íujypç tòv n[po]- 
KÍiue[vo]v KÚpriXov è'v[a 7r]up- 
PÒ«u»v TrpujT0ßoX[ov xejxa- 
paYpév[ov è]7TÍ ppptp òeHiô» 
AéX[Ta xjai ’loixa [t]oúto[v 
t]o[i]oútov àvaTróppi[cpov, xai] 
àTr[é]xuu T[nv toútou] xeippv 
àpYu[pí]ou òpaxpàç T[pia]KO- 
díaç TrevTiÍKOVTa òúo xai ße- 
ßaiihaiu. 
Geldempfänger: IchDiodoros, 
Sohn des Papus, Enkel des He- 
raklas, habe an Satyros, Sohn 
des Satyros, Enkel des Dama 
rion, das oben genannte eine 
Kamel von rötlicher Farbe, das 
die ersten Zähne abgeworfen 
hat und auf dem rechten Schen 
kel einen Brennstempel mit den 
Buchstaben D und I trägt, ver 
kauft, so wie es geht und steht, 
ohne daß der Kauf soll rück 
gängig gemacht werden kön 
nen, und ich habe den Preis 
dafür in Höhe von 352 Silber 
drachmen empfangen, auch will 
ich die zugesagte Gewähr über 
nehmen. 
Zu Punkt 6 und 9 ist folgendes zu bemerken. Die Kamel- 
^esitzanmeldungen ^ wurden gewöhnlich im Monate Mecheir 
iür das laufende Steuerjahr abgegeben (BGU. 629 ; 852). 
befinden uns jetzt im Monate Phaophi, mithin ist das ver 
kaufte Kamel für das laufende 14. Jahr noch nicht angemeldet, 
gehört zu den Kamelen, die letztmalig im 13. Jahre vom Ver 
käufer Diodoros angemeldet worden sind (dtp’ ibv ó Aióòuipoç êx^i 
ÓTTOYpacp^ xapnXuuv). Bei Kamelverkäufen sicherte man sich immer 
Hinsicht der jährlichen Besitzanmeldung (vgl. Wessely, Karanis 
^üd Soknopaiu Nesos S. 34), darum heißt es hier in Punkt 9: 
‘ vgl. Wilcken, Ostraka I S. 466 f.
	        
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