MBftMiiääi
JÉuiâãÉ
Abschn. 77. Freiwillige âiroYpacpií über erworbenen Dauerbesilz. 393
der beifolgenden Urkunde vornehmen. Die TrapáGecnç (Abschn. 90)
ist also der eigentliche Endzweck der freiwilligen àîroTpaqpn. Das
Begleitschreiben (Antrag) ist für die TrapáGecnç Vorbedingungk
Daß der freiwilligen ÜTroTpacpn eine Vertragsausfertigung
beiliegt, wird in der aTTOYpaqpfj selber zwar für gewöhnlich zum
Ausdrucke gebracht; ist letzteres aber nicht geschehen, so beweist
dieser Umstand keineswegs, daß die freiwillige airoTparpn ohne
Beifügung des Vertrages eingereicht worden sei. Man erkennt das
aus P. Teb. II 472 (um 121 n. dir.). Hier enthält die Spalte 1 den
Vertrag, Spalte 2 die áiroTpaqpfi. Die UTTOYpaqpn lautet:
Aiovucriip Kal 'HpaKXeíòr^ YeTop(vaô’iapxnKÔcn) ßißXio-
(púX(aEiv) 6VKTrí(creujv) V\pcn(voÍTou) Trapa ’Apeíou xoû (bapcnoç
Toû 0[a]ii(noç TÛJV aTTÔ KuupTiç TeßT0[v]€ujq. [Aj-rroYpácpo-
pai Trp[uj]TUjç2 bi’ üjLitJüv ôv pYÓpacTa Trj èvediincn,! fifiépa
Trapa Taovvihcppeujç Tpç Kpoviiuvoç . . . ipeiXôv tôttov
ßiKuuv Tr[év]T€ Tri]XU)[v] epßabiKUJV^ xpiaKovia ‘èE ppicrouç
rexapTOU ôyòóou KaGapoùç árrò ôcpfeJiXfiç rraffriÇ xai ôi*
ev[Yu]npaxoç xippç apYupiou òpaxpújv òiaKOô'íuj[v].
Diese Urkunde ist von den Herausgebern Urenfell und Hunt
nur in den „descriptions“ veröffentlicht. Man könnte vermuten,
daß die Erwähnung des Notariatsvertrages in der Lücke hinter
Kpovíujvoç gestanden habe; indessen verweisen die Herausgeber
auf die gleichartige Urkunde P. Teb. II 323 (127 n. Ohr.), und hier
findet sich weder an der betreffenden Stelle, noch anderswo ein
Hinweis auf den Notariats vertrag. Daß aber mit der aTTOYpacpfj in
B. Teb. II 323 ein Vertrag eingereicht worden ist, beweist der Um
stand, daß in P. Teb. II 472 die áiTOYpacpn an den Vertrag ange
fügt ist.
Ein weiterer Beweis ist P. Lips. I 3 (256 n. Ohr.). Hier enthält
Spalte 1 den selbständigen Girobankvertrag in Urschrift^,
Spalte 2 die áuoYpuç^- Das ist dieselbe Ordnung, wie bei
‘ vgl. Lewald, Grundbuchrecht S. 47.
* d. h. auf den Namen des ’Apeîoç lagert im BesiLzamle bisher noch
keine Urkunde. Vgl. oben S. 389.
® Flächenellen. Vgl. Hultsch, Archiv III S. 439.
* Lewald, Grundbuchrecht S. 42, sagt unrichtig, daß die Urkunden stets
in Abschrift überreicht werden. Es wurden in der Regel so Gele Ausferti
gungen eines Vertrages urschriftlich hergestellt, als für den Gebrauch der