Full text : Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

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Abschn.  92.  Die  TrapdOeoiç  der  Schuldforderung.

à-nò  Karoxínç)  Trá(Tri[ç]  ¡néxpi  vûv  ktL^.  Da  das  Besitzamt  von
jeder  Kaioxn  wissen  muß,  so  scheint  es,  daß  die  eidliche  Bekräftigung
in  Hinsicht  der  kutoxh  ein  Ausfluß  übergroßer  Gewissenhaftigkeit
ist,  sofern  man  nicht  die  nachlässige  Buchführung  des  Besitzamtes
als  Grund  ansehen  will.
CPR.  228  (205  n.  Ohr.)  lautet:
’Apiuiúvioç  TrpoKOffiuriTeúcraç  upuraveucraç  ßouXeuTng  xfiç
'HpuKXeujTÚJV  -rróXeoçTev  xf)  Kai  AripnTpoûxiTTocfeîxoç.
’Attò  ’Ovviúqppioç  xoO  Kai  OiXoEévou  dvòpòç  ê(Txov
Trapá  (Tou  [áx]  xoO  òqpeiXopévou  ápTupíou  KeqpaXaíoo  xai
xóx[ou]  xaXávxou  évòç  xal  òpaxpújv  Trevxax[oô‘íujv]  èm  xaxoxO
Travxòç  xoO  Trópou  crou  àx[oXoú9ujç]  aòxf)  xíj  dacpaXeía
èiri  XÓTOU  àpTupí[ou  òpajxpàç  xpicTxeiXíaç,  T(ívovxai)
èrri  Xó(tou)  àpT(upíou)  (òpaxpai)  f,  pévovxóç  poi  xoO  Xótou
irpòç  op[aç  irXbjpouç  rrepi  xújv  Xorninv  0paxp[ibv]  xpiUxeiXíuuv
TtevxaxocTÍujv.  ("Exoug)  xpiUxaiòexáxou  Zeomípou  xai  ’Avxujv[ívou]
  Kaicyápuüv  xújv  xupíujv,  <î>appoû9i  xex[ápxT]].
Zu  deuscli:  „Ammonios,  Vorgänger*  des  jetzigen  Kosmeten,
weiland  Prytan,  Ratsherr  von  Herakleopolis,  an  Prau  Ten
genannt  Demetrus,  Tochter  des  Poseis.  Herrührend  von  Onnophris,
dem  Sohne  des  N.N.,  genannt  Philoxenos,  deinem  Ehemanne,  empfing
ich  von  dir  von  der  Schuldsumme,  die  an  Kapitalgeld  und  Zinsen,
bei  bestehender  Sperre  deines  Gesamtbesitzes,  in  Gemäßheit  der
Schuldurkunde  sich  auf  1  Talent  und  500  Drachmen  beläuft,  auf
Abschlag  dreitausend  Silberdrachmen,  schreibe  3000  Silberdr.  auf
Abschlag.  Es  verbleibt  mir  also  der  buchmäßige  Anspruch  an  dich
hinsichtlich  der  restlichen  3500  Drachmen,  Im  Jahre  13  des  Severus
und  Antoninus,  unserer  Kaiser  und  Herren,  am  4.  Pharmuthi“.
Man  wird  sich  vorzustellen  haben,  daß  Onnophris  verstorben
ist,  und  daß  seine  Ehefrau  die  Erbschaft  angetreten  hat;  damit
übernahm  sie  auch  die  Schulden  ihres  Ehemannes.  Jetzt  zahlt  sie
an  den  Gläubiger  Ammonios  die  kleinere  Hälfte  der  Schuldsumme
zurück.  Die  Schuld  gründet  sich  auf  eine  àcrcpáXeia,  das  ist  in
*  Ebenso  P.  Oxy.  III  483,26  (108  n.  Chr.):  (àpoúpaç)  xaBapàç  à[irò
irldanç  KOTOxfilç]  bnp[o]ôíaç  T[e]  xai  i&iobi[Kfiç]  eiç  xnv  éveOTüüOav  bpépa[v].
Vgl.  dazu  oben  (S.  469)  die  anderweitige  Wendung  :  àp[oúp]ri[ç]  pjâç  T[tiç]  útt’
oòbçyòç  xparoupévriç.
*  vgl.  P.  Amh.  II  109,  9,  wo  irpooxpaxiixrioag  derjenige  Stratege  ist,
welcher  vor  dem  jetzigen  Strategen  im  Amte  war.  Vgl.  auch  Wilcken,
Archiv  IV  S.  226,  zu  P.  Lips.  I  63,  6.
            
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