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Teil IV. Girobanknotariat.
A
Xavaveùç ¡Lir|T[p]òg ’OpffáiTOç iriç TTcTecroúxou. ‘H òià toO npò
TOÚTOu òiaffxpiíjiLiaTOç ã naxà)(v) toO èvÓTOu êiouç GeoO
'AòpiavoO òià d:[T]opavó|nou 7rapá(0e(yiç) Zuvfpacp^v êGeio
YuvaiKi 'HpoÚTi TTacrTa»0[T]oç TTerecroúxou pr|Tpòç Gevripa-
KXeía[ç] àiTÒ inç aiJinç Kiópnç? ôi’ fjç ÚTraXXáíJffei rrpòç inv
éauTTiç qpepvnv uávia, ôcra êxet, xai ocra díXXa èàv èrri-
KTiícrriTai.
(Hand 2) 'HpaKXeíò(riç) (Teari{|aeía»pai).
(Hand 3) ’loúXioç [ ]
Z[ (Je](j(ímeíuijuai).
Zu deutsch; „Seite 30. (Besitzblatt für) Sansneus, Sohn der
Orsais, Enkel des Petesuchos. Die Niederlegung (seines Papiers
im Fachwerke) geschah in Gemäßheit der vorhergehenden Auflage
der Bestandsliste am 1. Pachón des 9. Jahres des verstorbenen
Hadrian durch den Staatsnotar. (Gegenstand): er hat einen Vertrag
errichtet seiner Ehefrau Herus. Ihr Vater heißt Pastoys, Sohn des
Petesuchos; ihre Mutter heißt Thenherakleia. Frau Herus ist ge
bürtig aus dem vorgenannten Dorfe. Durch diesen Vertrag ver
pfändet^ er ihr zur Sicherung der von ihr eingehrachten Mitgift alles,
was er besitzt, und alles andere, was er noch hinzuerwerben sollte.“
Die Worte òià toO irpò toútou òiacTTpiúpaToç zeigen, daß
der vorliegende Eintrag aus Anlaß einer Neuauflage der Be
standsliste niedergeschrieben worden ist. Da alle òiaffTpújpaTa der
selben Rolle das nämliche Dorf betreffen (siehe oben S. 4881), so
ist dieses Dorf bei dem Einträge für Sansneus gar nicht benannt;
wenn es also von der Ehefrau heißt, sie sei duo Tfjç aÓTpç Kiúpriç,
so ist darunter das Dorf der ganzen Rolle zu verstehen. Die eigent
liche Niederlegung der Papiere geschah selbstverständlich nicht
òià aTopavopou 3, d. h. nicht eigentlich auf Grund der dvaTpacpp
des Staatsnotariates (siehe oben S. 416), sondern in erster Linie
auf Grund der dnoTpacpfi des Sansneus, der eine Selbstbelastung
seines Besitzes vornahm. Ein gleichlautender Eintrag muß in der
Buchstabenrolle H desselben Dorfes für Frau 'HpoOç ausgeführt
worden sein. Herakleides und Julius N. N. haben die Richtigkeit
der Übertragung in die Neuauflage nachgeprüft und bescheinigen
* vgl. Wilcken, Archiv IV S. 563.
* vgl. Weiss, Pfandrechtliche Untersuchungen I S. 95.
® Ähnliche Ausdrucksweise in der Bestandsliste P. Oxy. II 274, 41.