Full text : Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen

40

liehen  Notftandsarbeiten  (Strichen  und  Nähen  für  die  Wohlfahrtzentrale)
und  1223  mit  Reinmachen  und  Wa[chen.  —  1915/16  fanden  von  14893  Bewerberinnen ­
  10  368  Arbeit,  von  ihnen  wiederum  5881  für  Rechnung  der
Wohlfahrtzentrale  und  2246  Putj-  und  Wafchfrauen.  —  1916/17  haben  [ich
die  Verhältni|fe  durch  die  Ausdehnung  der  Munitionsinduftrie  gebelfert.
Von  15001  Arbeitfuchenden  Frauen  konnten  13  871  untergebracht  werden,
darunter  7803  im  Lohn  der  Wohlfahrtzentrale  und  2822  als  Arbeitsfrauen.
Der  Textilinduftrie,  welche  (ich  inzwifchen  bei  umfangreidier  Verarbeitung ­
  von  Papiergefpinnften  auf  Kriegslieferungen  umge  (teilt  hatte,
fehlte  es  1916/17  an  gelernten  Arbeitskräften,  da  fie  nicht  die  hohen
Munitionslöhne  bezahlen  konnte.  Die  Eifenbahn-  und  Stra^enbahnfchaffnerinnen,
  Poft-  und  Eifenbahnbeamtinnen,  Stra^enkehrerinnen  ufw.  haben  (ich
meift  bei  der  fuchenden  Behörde  direkt  gemeldet.
Allzeit  war  das  gemeinfame  Beftreben  der  Stadtverwaltung  und  der
Wohlfahrtzentrale  darauf  geriditet,  den  Arbeitswillen  und  Arbeitseifer  der
Unterftüt^ten  möglichft  zu  fördern.*)

')  Die  nachfolgenden  rtädfifdien  Beffimmungen  über  Anrechnung  von  Einkommen  gelten
nur  als  Richtfchnur.  Ausnahmen  find  je  nach  der  befonderen  Lage  des  einzelnen  Falles  zuläffig.
Zundchfi  werden  alle  durdi  die  Uebernahme  von  Arbeit,  durch  den  Betrieb  eines  Gerchäfts
oder  Gewerbes,  die  Unterhaltung  eines  Haufes  und  ähnlicher  Tätigkeiten  entflehenden  befonderen
Ausgaben  bei  allen  Unferflützten  von  dem  Arbeitsverdienfl  abgezogen.  Die  hierbei  im  allgemeinen ­
  anzuretzenden  Beträge  für  Beauffichtigung  oder  volle  Pflege  der  Kinder,  Mehrbedarf  an
Effen,  Kleidung,  Schuhwerk,  Wäfche  und  Wafchmitteln,  Reinigung  der  Wohnung,  der  Treppen  und
des  Hausflurs,  Bahnfahrten,  Verfidrerungsbeiträge  ufw.  werden  vierteljährlich  vom  Kriegsunterftützungsausfehufe
  feftgefetzt  und  den  Kriegspflegern  mitgeteilt.  Sie  betragen  im  2.  Vierteljahr  1917  monatlich:
I.  bei  den  Kriegei  frauen
a)  bei  Arbeiterinnen  der  Schwerindullrie  mit  Naditfdiicht

Ehefrauen  der
Kriegsteilnehmer  Die  Ehefrauen  eines  Kriegsteilnehmers  mit

m.  eigenem  o.  eigenem
Haushalt  Haushalt
ohne  Kinder

1

2

3

4  5
Nebcnperfonen

6

7

8

Jt

.ft

.ft

.ft  -

.ft

.ft

.ft

.ft

.ft

.4t

1.  Beauffichtigung  der  Kinder  .

—

—

8

16

24

24

24

30

30

30

2.  Elfen

12

12

12

12

12

12

12

12

12

12

3.  Schuhe  und  Kleidung

8

8

8

8

8

8

8

8

8

8

4.  Wälche

6

6

6

6

6

6

6

6

6

6

5.  Reinigung  der  Wohnung,  Treppen
und  des  Hausflurs

4

4

4

4

4

4

4

4

4

4

6.  Bahnfahrten

4

4

4

4

4

4

4

4

4

4

34

34

42

50

58

58

58

64

64

64

b)  bei  den  Arbeiterinnen  dei

Sdiwei  induffrie,  die  nur  bei

T  a  <j  e

arbeiten,

lallt

die  Mehrausgabe

für  Effen

fort,  es

bleiben  alfo  abzugsfällig:

22

22

30

38

46

46

46

46

46

46

c)  bei  alten  anderen  Arbeiterinnen,  wenn

fie  ganze

Tage  arbeiten,  find  die

oben

unter  1,  4,

5  und  6  angeführten  Unkoffen

  abzugsfähig,  alfo

14

14

22

30

38

38

38

44

44

44

wenn  fie  halbe  Tage  arbeiten,  nur  die  oben  unter  1  und  6  angeführten  Unkoften,  alfo
4  4  12  20  28  28  28  34  34  34
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.