nur eine fchmackhafte und gute Zubereitung, fondern auch eine kräftigende
Ernährung nach hygienifchen Grundfätjen gewährleiftet wird
Bei dem Einkauf der Lebensmittel, der Buchführung und der Kaffe,
fowie der Zubereitung und Verteilung der Speifen, wirken ehrenamtlich ca,
160 Frauen und Mädchen mit. Diefe ehrenamtliche Mitarbeit hat (ich, von
der Erfparnis abgefehen, ganz befonders im Intereffe eines angemeffenen
Verkehrstones zwifchen den Gäften und dem Perfonal bewährt. Schäl-,
Kartoffelschälerinnen in der Kriegskiiche Sedanrtra^e.
Reib- und Gemüfezerkleinerungsmafchinen find nur für 2 groffe Kriegs
küchen angefchafft worden, um möglich ft viele Frauen z. Z. 260—300 mit
Kartoffelfchälen und Gemüfeput^en im Lohn befchäftigen zu können.
Verabfolgt wird in den Stadtküchen das fogen. Eintopfgericht, da es
bei 25 000 Portionen praktifch undurchführbar fein würde, mehrere Gerichte
oder eine Auswahl von Gerichten zu bieten. Der Krieg ift ja auch ein
guter Lehrmeifter, indem er zum alles Effen erzieht. Man darf natürlich die
Kriegsfpeifung nicht mit Friedenswerten meffen. Im Frieden war das
Kochen eine Kunft, im Kriege ift es eine Wiffenfchaft geworden. War es
im 1. Kriegsjahre noch möglich, für die Kriegsküchen Lebensmittel im
größeren Umfange freihändig zu kaufen, fo erfolgt feit Mitte 1916 die Zu
teilung aller Hauptbeftandteile faft ausfchliefflich kontingentgemäf? nach der
Zahl der Befucher durch den ftädtifchen Lebensmittelausfchu|i Menge, Ge-