Contents: Die Entwicklung der deutschen Portland-Zement-Industrie ...

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III. 
Die Kartelle in der deutschen Portland- 
Zementindustrie. 
a) Die Struktur der Kartelle. 
D ie Verhältnisse in der deutschen Zementindustrie sind für 
eine Kartellierung im allgemeinen günstig. Die Zahl der 
Fabriken in den einzelnen Gruppen ist nicht groß, die Pro 
duktion befindet sich zum großen Teile in der Hand großer 
Aktiengesellschaften. Die heutigen Produkte sind sehr gleich 
förmig, wozu die Normen des Vereins deutscher Portland-Zement- 
Fabrikanten von jeher sehr viel beigetragen haben. Die Pro 
duktionsverhältnisse sind in den einzelnen Gebieten, was Roh 
stoffe und Arbeiterbeschaffung angeht, auch nicht sehr ver 
schieden. Ferner ist in einer Zementfabrik viel fixes Kapital 
angelegt, das Kapitalrisiko also groß. Zu Zeiten schlechter 
Konjunktur ist es aber, wenn überhaupt, nur sehr schwer mög 
lich, dieses Kapital einem anderen Erwerbszweige dienstbar zu 
machen, weil es in Maschinen, Öfen und Gebäuden angelegt ist, 
die nur für die Zementfabrikation eingerichtet und zu gebrauchen 
sind, ferner in Grundstücken, die einen gleichhohen Wert nur 
für die Zementfabrikation besitzen, weil sie die für sie nötigen 
Rohstoffe enthalten, die sich für etwas anderes nicht verwerten 
lassen; außerdem ist mit dem Abbau der Grundstücke zum Teil 
schon begonnen worden, weshalb diese Teile für andere Erwerbs 
zweige wertlos sind. 
Die ersten Kartelle in der deutschen Zementindustrie waren 
nur lose Preiskonventionen. Sie hatten alle Mängel, die der 
artige Vereinbarungen stets zu besitzen pflegen, und brachten
	        
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