Full text : Sozialismus und Regierung

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die  deren  Beiträgen  ein  frühzeitiges  Ende  gesetzt  wird,  wirken  wirtschaftlich ­
  wie  moralisch  unheilvoll.
Im  Anschluß  hieran  ist  eine  ganz  heikle  Frage  zu  erledigen.  Was
sind  die  relativen  Ansprüche  der  Welt  da  draußen  und  der  heimischen ­
  Nation  auf  die  Benutzung  irgendeines  Teiles  der  Erdoberfläche?
In  letzter  Instanz  reichen  die  Ansprüche  so  weit,  als  mit  der  Schärfe  des
Schwertes  erzwungen  werden  kann.  Von  diesem  jus  naturae  oder  jus
ferae  haben  die  zivilisierten  Völker  den  ausgiebigsten  Gebrauch  gemacht. ­
  Sie  haben  den  eingeborenen  Rassen  ihr  Land  entrissen;  ein  Nein
durften  diese  sich  nicht  erlauben.  Doch  wenn  wir  die  historischen  Tatsachen ­
  auf  sich  beruhen  lassen,  so  können  wir  untersuchen,  wie  weit  wirkungsvolle ­
  Aktionen  gerechtfertigt  waren,  um  diese  Plätze  dem  Welthandel ­
  zu  erschließen.  Wir  können  den  Grundsatz  aufstellen,  daß  die
Welt  wohl  berechtigt  ist,  sich  der  Früchte  der  Tropen  zu  erfreuen,
daß  sie  aber  kein  Recht  hat,  die  einheimischen  Rassen  durch  Betrug
zu  expropriieren  oder  grausam  auszubeuten,  ihre  kommunistischen  Gewohnheiten ­
  aufzulösen,  sie  zu  demoralisieren  und  zu  Vagabunden,
Bettlern  und  Verbrechern  zu  machen.  Diese  Verpflichtung  ist  für
die  weiße  Rasse  eine  schwere  Bürde,  sie  hat  sich  ihr  nicht  gewachsen
gezeigt.  Die  geographischen,  klimatischen  und  sozialen  Lebensverhältnisse ­
  der  Tropen  zerstören  bei  den  Weißen,  deren  Dasein  inmitten
der  autochthonen  Völkerschaften  verrinnt,  das  Vermächtnis  gesitteter,
humaner  Lebensführung  und  Moralität.  Auch  stumpft  das  universelle
Vorhandensein  der  Rassenantipathie,  durch  welche  Gründe  wir  sie  auch
immer  erklären  mögen,  das  Gefühl  unparteiischer  Rechtspflege  und
verwandter  Empfindungen  zwischen  weißer  und  farbiger  Rasse  ab.
Hierfür  Gründe  anzuführen  und  gleichfalls  darzulegen,  weshalb  dieser ­
  allgemeine  Mangel  merkwürdige  Ausnahmen  aufweist,  ist  eines  der
dunkelsten  Probleme  der  Rassen  Psychologie 1 .  Doch  offenbar  muß  sich
jede  in  Frage  kommende  weiße  Rasse,  es  sei  denn,  sie  handle  recht,
nicht  allein  die  Achtung  der  Eingeborenenverscherzen,  sondern  sie  muß
a uch  ihren  eigenen  Gerechtigkeitssinn,  ihre  eigenen  Kulturgefühle  und
demokratischen  Instinkte  einbüßen.  Es  ist  ihr  unmöglich,  den  Geist,
der  das  Leben  und  den  Sinn  ihrer  eigenen  Demokratie  bedeutet,  zu
behüten  und  lebendig  zu  erhalten,  wenn  sie  den  Neger  zu  ihren  niedri-1
  Dieser  Gegenstand  ist  in  dem  Buche  von  Sir  Sydney  Olivier,  K.  C.  M.  G.:  White
Capital  and  Coloured  Labour,  London,  Independent  Labour  Party,  behandelt
worden.
            
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