Full text: Sozialismus und Regierung

ist eine Ergänzung der allgemeinen Einwanderungspolitik Australiens. 
Die Opposition gegen die Chinesen und Japaner an der Westküste Ame 
rikas ist hauptsächlich nur der Widerstand gegen die chinesischen und 
japanischen Arbeiter und Löhne. Nun hat die Gemeinschaft jeder 
Rasse ein Recht, ihren Standard of life zu schützen. Keinem Staate 
kann die Verpflichtung auferlegt werden, die Lebenshaltung seiner 
Bürger durch Einlaß der Emigranten anderer Staaten herabzudrücken. 
Dieses Recht des Selbstschutzes, dessen sich die Staaten erfreuen, kann 
jedoch in falscher Weise ausgeübt werden. Die Welt hat ein Recht, von 
Australien zu verlangen, daß es sich zur selben Zeit entwickle, wo es die 
Maßstäbe seiner sozialen Bedingungen aufrechterhält. Mit anderen 
Worten: geradeso wie ein Einzelner ein Recht auf Privateigentum hat, 
aber kein Recht, sich dadurch reich zu erhalten, daß er armen Leuten 
Hindernisse in den Weg legt, geradeso hat auch ein Staat das Recht, 
einen hohen Grad persönlicher Behaglichkeit aufrechtzuerhalten, aber 
kein Recht, wertvolle Teile der Welt abzupflöcken und sie für seine ei 
gene Bereicherung eigennützig zu gebrauchen. Der Besitztitel eines 
Staates auf einen Teil der Erdoberfläche muß dadurch gerechtfertigt 
werden, ob das betreffende Gebiet der Welt erschlossen und sein Reich 
tum dem allgemeinen Austausch zugänglich wird oder nicht. 
Die Lösung dieser Fragen wird möglicherweise durch einen Krieg 
zwischen dem Osten und dem Westen herbeigeführt werden. Die gegen 
wärtige Praxis behauptet sich nur durch die Gewalt, die höchstwahr 
scheinlich auch zukünftig meine Fragen beantworten wird. Wenn die 
überschüssige Bevölkerung Japans keinen Ausweg finden kann, so muß 
einer erzwungen werden. Das Dilemma ist ganz klar. Findet Japan 
keinen Abfluß, so wird die Armut es schwächen, die stets eine Nation 
heimsucht, die auf eine gegebene kleine Fläche unerbittlich beschränkt 
ist. Öffnet man aber Japan die Tore, so läuft das Land, in das sich der 
überflutende Strom ergießt, die Gefahr des Rassenkampfes und der un 
reinen Rassenkreuzung. Die Dinge spitzen sich also dahin zu, daß bei 
de Seiten um die Selbsterhaltung kämpfen, und so ist der Krieg durch 
aus nicht eine so unwahrscheinliche Sache. 
Aus der Auswanderung schält sich außerdem eine der schwersten Fra 
gen, deren Lösung der Zukunft vorenthalten bleibt: das Problem der 
Rassenmischung. Wo die Geistesverfassung der Menschen so verschie 
den ist, wie bei den Orientalen und den Abendländern, muß die Ver- 
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