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liegende Studie ist hiervon eine Fortsetzung. Es werden in ihr auf die
Politik dieselben Prinzipien angewandt, die in dem eben zitierten Buche
entwickelt worden sind. Die vorliegenden Betrachtungen gehen von
der Annahme aus, daß sich die Lebensentwicklung durch eine Differenzierung
der Funktionen und eine Integration dieser Funktionen zu
einer höheren organischen Einheit vollziehe. Die Ununterschiedenheit
der Masse der Individuen, die in einem Staate wohnen, wird bestritten.
Die Theorie der Hemmungseinrichtungen, die als mechanische Gewichte
und Gegengewichte dienen sollen, die Lehren von den Minoritäten
und Majoritäten und von der politischen Mathematik werden
als etwas dem Geiste der sozialistischen Politik Fremdes betrachtet;
als etwas, das Relationen angehört, die nicht, wie die sozialen Beziehungen,
organische sind.
Obgleich es aus meiner ganzen Argumentation, wie ich hoffe, deutlich
hervorbricht, so möchte ich es in diesem Vorworte doch noch einmal
kategorisch erklären, daß einer der Gründe, die mich zur Abfassung
dieses Buches bewegt haben, der Wunsch ist, einige jener Einflüsse
innerhalb der sozialistischen Bewegung zu bekämpfen, die eher
den Anarchismus als den Sozialismus, mehr die politische Lähmung
als die administrative Leistungsfähigkeit begünstigen. Ich sympathisiere
nicht mit denen, die das Haus der Gemeinen durch ein Betragen
degradieren wollen, wie es in den Londoner „Vestries“ üblich war. Nach
meiner Meinung sollte sich das Parlament durch Vornehmheit auszeichnen
und Gelegenheit zur Distinktion geben. So unliebsam die
Erfahrung ist, daß die Zeit flüchtigen Fußes vorübereilt, während sich
die guten Werke fast gegen ihre Vollendung sträuben, so wenig haushälterisch
ist es, ein Jahr dadurch malerisch zu gestalten, daß man
den wesentlichen Fortschritt einer Generation opfert. Auf diese Weise
wird der Sozialismus nicht kommen, auf diese Weise wird sein Erscheinen
nur verzögert. Weil ich dies zu erklären hoffe, habe ich das
Buch geschrieben. Der Himmel wird nicht im Sturm genommen, sondern
man erobert ihn durch ehrliches Denken, das sich nicht vor einer
Selbstprüfung scheut, und durch die ehrliche Tat, die nicht abgeneigt
ist, die Probe vor der Zeit zu bestehen. Schweigend, in der Nacht,
wenn die Wächter anderswo hinschauen, formt sich der neue Geist das
Leben nach seinem Bilde. Nur wenn wir eine Periode von Jahren
rückwärtssehen, können wir den vollzogenen Fortschritt bemessen.