Full text: Die Schweiz

eine mächtige Schlinge und wendet sich hierauf 
nach Süden, um von der Tößmündung an wieder 
die ursprüngliche Westrichtung einzuschlagen. 
Die Täler aus dem Randen treten gegen den 
Rhein hin bei Schaffhausen fächerartig zusammen. 
Schaffhausen, 18 000 Einwohner, mit seinen 
erkergeschmückten Häusern und dem massigen Bau 
der Hügelfestung „Munot" ein mittelalterliches 
Städtebild, ist der Hauptort des 46 000 meist pro 
testantische Bewohner zählenden Kantons. Die auf 
blühende Industrie des Landes hat ihren Sitz weni 
ger in der Hauptstadt selbst (Spinnereien), als in 
dem rheinabwärts gelegenen Neuhauscn, das 
für seine Fabriken (Aluminium, Waffen, Eisen 
bahnwagen) einen Teil der Wasserkraft am Falle 
ausnutzt. Bon Schaffhauscn zum Untersee und nach 
Konstanz besteht eine Dampfschiffverbindung. Im 
Klettgau liegen die Städtchen N e u n k i r ch unb 
die weinberühmten Dörfer Ober- und Unter- 
tz a l l a u. An den Westabfall der Randenhöhen lehnt 
sich Schleittzeim; nahe der Ostgrenze liegt an 
dem Flüßchen Biber und an der Bahnlinie Schaff- 
Hausen-Singen-Konstanz das durch urgeschichtliche 
Funde bekannte Thaingen. Ein kleines, auf drei 
Seiten von deutschem Boden umschlossenes Gebiet 
des Kantons hat das altertümliche Städtchen Stein 
am Rhein zum Mittelpunkt; dazu gehört auch das 
Dorf Ramsen. Das dritte und kleinste Stück 
von Schaffbausen liegt, mit dem Dorf Buchberg, 
in dem Rheinwinkel an der Mündung der Töß.
	        
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