Naphtholgelb
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Natrium
artige Körper der’Naphthalinreihe anzusprechen.
Sie werden durch Behandlung der Naphthalinsulfosäure
(erhalten durch Einwirkung von
Schwefelsäure auf Naphthalin) mit schmelzendem
Ätzkali gewonnen und dienen zur Herstellung
verschiedener Naphthalinfarben. DasBetanaphthol
findet neuerdings auch medizinische
Verwendung als Antiseptikum, während die
Alphaverbindung ein wichtiges Reagens auf
Zucker ist.
Naphtholgelb. Diesen Namen führen zwei
verschiedene Teerfarbstoffe, einesteils das
Martiusgelb (s. d.), andernteils das Natronoder
Kalisalz der aus diesem dargestellten
Sulfosäure (Naphtholgelb S). Das letztere
ist bekannter unter dem Namen Säuregelb.
Naphfholgrün, ein seit 1883 bekannter Teerfarbstoff,
besteht aus dem Eisenoxydulnatronsalze
der Nitrosobetanaphtholmonosulfosäure.
Es bildet ein dunkelgrünes, in Wasser lösliches
Pulver, das beim Erhitzen auf Platinblech einen
Rückstand von Schwefeleisen hinterläßt, und
wird zuweilen zum Färben von Wolle benutzt.
Naphtholschwarz, ein blauschwarzes, in Wasser
tnit violetter Farbe lösliches Pulver, das Wolle
>n sauerem Bade blauschwarz färbt, besteht
aus dem Natronsalze der Amidoazonaphthalindisulfosäureazobetanaphtholdisulfosäure,
enthält
aber stets etwas Naphtholgrün beigemengt.
Naphthorubin, ein zur Gruppe der Azofarben
gehöriger Teerfarbstoff, bildet ein braunes,
] n Wasser mit fuchsinroter Farbe lösliches Pulver
und wird zum Rotfärben von Wolle verwendet.
Es besteht aus dem Natronsalze der
Älphanaphthylaminazoalphanaphtholdisulfosäure.
Naphthylamin (Naphthalidin), eine stickstoffhaltige,
zu den Monaminen gehörige
organische Base, C 10 H 7 . NH 2 , die als Aus-Sangsmaterial
zur Bereitung verschiedener
Naphthalinfarben große technische Bedeutung
hat, wird in ähnlicher Weise aus dem Naphtalin
dargestellt, wie das Phenylamin (Anilin)
a «s dem Benzol, indem man zunächst Nitronaphthalin
bildet und dieses durch eine
Wasserstoff entwickelnde Mischung reduziert.
*-*as N. bildet feine weiße Kristallnadeln von
anangenehmem Geruch, die bei5o°C schmel-?
e n und bei 300 0 C unverändert sieden. In
Wasser ist das N. beinahe unlöslich, löslich da-Spgen
in Alkohol und in Äther. Mit Säuren
bildet es die Naphthylaminsalze, die leicht
büd gut kristallisierbar sind, eine weiße Farbe
haben, aber an der Luft leicht rot werden.
.Narasfrucht ist die Frucht der zu den Kukurbitazeen
gehörenden Naraspflanze Acantosicyos
horrida Welw., die in Südwest-|*ika
in 1—i x / 2 m. hohenHecken oder kugligen
bträuchem dieDünen der Walfischbai bedeckt.
; J ie armdicke, bis zu 25 m lange Wurzel haftet
te st im Sande, idie dornigengrünenRanken tragen
^kümmerte, bald abfallende Blättchen. Die
k Uglige, bis zu 1,5 kg schwere Frucht, die sich
die Apfelsinen in 10 Längsschnitte zerlegen
aß L ist in unreifem Zustande gallenbitter, bes
«zt aber zur Zeit der Reife ein gelbliches,
^ückerreiches, sehr wohlschmeckendes Fleisch
atJ d bildet die Hauptnahrung der Baihotten-°hen.
Die sehr genügsame Pflanze würde sich
bei geregeltem Plantagenbetrieb zur industriellen
Verwertung eignen.
Narkotin (Opian, Derosnesches Salz, lat.
Narcotinum, frz. und engl. Narcotine), eines der
zahlreichen, im Opium enthaltenen Alkaloide,
das medizinisch nur selten angewandt wird, besteht
aus farblosen, geruch- und geschmacklosen,
perlglänzenden Kristallnadeln, die in kaltem
Wasser fast unlöslich, in kochendem wenig,
reichlicher in Alkohol löslich sind. Das N. wirkt
weniger giftig als die übrigen Opiumbasen.
Narze'fn (lat. Narceinum, frz. und engl. Narceine),
ein in dem Opium und den reifen
Kapseln des blausamigen Mohns enthaltenes
giftiges Alkaloid, wird vielfach medizinisch verordnet,
da es eine stärkere schlafbringende und
schmerzstillende Wirkung als das Morphium
hat, ohne die unangenehmen Nebenwirkungen
des letzteren zu besitzen. Man erhält es als
leichte, voluminöse Masse, die aus farblosen,
seideglänzenden, nadelförmigen Kristallen besteht.
Es ist geruchlos und von bitterem Geschmack,
löst sich schwer in kaltem, leicht in
siedendem Wasser und schmilzt bei 160 bis
165° C unter beginnender Zersetzung. Außer
dem reinen N. hat man im Chemikalienhandel
noch schwefelsaures N. (Narzeinsulfat,
lat, Narceinum sulfuricum) und salzsaures N.
(Narzeinchlorhydrat, N arzeänchlorwasserstoff,
lat. Narceinum hydrochloricum).
Natrium (Sodium) ist ein metallisches Element,
Na = 23, welches wie das nahe verwandte
Kalium nicht in freiem Zustande in der Natur
vorkommt, in Form seiner Verbindungen aber
außerordentlich verbreitet ist. In Gemeinschaft
mit Kieselsäure und Tonerde bildet es einen
Bestandteil vieler Mineralien und kristallisierter
Gesteine (Natronfeldspat). An Chlor gebunden
findet es sich in ungeheuren Mengen als Kochsalz,
an Salpetersäure gebunden als Chilesalpeter,
an Schwefelsäure gebunden als Glaubersalz.
Die Darstellung des metallischen N. erfolg^
in analoger Weise wie diejenige des
Kaliüms. Soda (Natriumkarbonat) wird mit
Kreide und Steinkohle in eisernen Rohren zur
Weißglut erhitzt, wobei das Metall in Dampfform
übergeht und sich in der Vorlage unter
Steinöl verdichtet. Bei weit niedrigerer Temperatur
verläuft der Prozeß, wenn man das N,-Karbonat
durch das Hydroxyd ersetzt. An
Stelle der Kohle hat man mit Erfolg verschiedene
andere Reduktionsmittel wie Eisenkarbid
oder Kalziumkarbid angewandt, auch kann man
das N. direkt aus einem Gemisch von Fluornatrium
mit Kalziumkarbid oder Aluminium abdestillieren.
Zurzeit dürfte das meiste N. durch
Elektrolyse von N.-Hydroxyd gewonnen werden.
Das N. ist silberweiß, weicher als Wachs und
daher bei gewöhnlicher Temperatur knet- und
schneidbar. An feuchter, nicht an trockner Luft
bedeckt es sich unter Aufnahme von Wasserstoff
und Sauerstoff mit einer weißlichen Kruste
von N.-Hydroxyd. Das Metall schwimmt auf
Wasser, indem es unter Entwicklung von Wasserstoff
in Hydroxyd übergeht. Die Reaktionswärme
ist aber nicht so hoch wie beim Kalium
und reicht nicht zur Entzündung des Wasserstoffs
aus. Das N. wie seine Verbindungen
verleihen der nichtleuchtenden Flamme des