Cay-cay-Butter
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Champagner
.Pulpa cassiae), wurde früher zu einer Latwerge
verarbeitet, die purgierende Eigenschaften hat,
neuerdings aber durch Tamarindenmus ersetzt
wird. In Ostindien heißt dieses Mus Gulkar,
während die frischen eingemachten Früchte dort
Achar genannt werden. Die C. findet auch An
wendung zu Tabaksbeizen.
Cay-cay-Butter (Irvingiafett, Dikafett),
ein Pflanzenfett, das in Kotschinchina von den
Eingeborenen aus den Samenkernen eines Bau
mes, Irvingia Oliveri, gewonnen wird, dient
;zur Kerzenherstellung.
Cerise, ein kirschroter Farbstoff, der aus den
Rückständen der Fuchsinfabriken gewonnen wird.
Chagrin (aus dem morgenländischen Saghir)
■nennt man ein starkes, eigentümlich genarbtes
farbiges Leder, das in Astrachan und Konstan
tinopel aus den Rückenstücken von Pferde- und
.Eselshäuten bereitet wird. Die enthaarten, sorg
fältig entfleischten Häute werden in einen Rah
men gespannt, angefeuchtet und mit harten,
eckigen Meldensamen bestreut, durch deren Ein
drücken Grübchen und Unebenheiten entstehen.
Ch. dient im Orient zur Herstellung von Messer
und Säbelscheiden und Zaumzeug. Bei uns wer
den Nachahmungen hergestellt, indem man wei
chem Leder mit heißen gravierten Kupferplatten
oder Walzen eine ähnliche KÖrnelung einpreßt.
In gleicher Weise entsteht das zu Büchereinbän-
■den benutzte Chagrinpapier.
Chagualgummi (Mayulygummi), ein aus Süd
amerika kommendes Gummi von noch nicht
■sichergestellter Abstammung, gehört zu den bas-
sorinreichsten Gummiarten und ist daher in
Wasser nur wenig löslich.
Chalzedon (frz. Chalcedoine, engl. Chalcedong),
ein dichter Quarz, nach einigen Mineralogen ein
Gemenge von amorpher und kristallinischer Kie
selsäure, kommt in zahlreichen, durch ihre Fär
bung verschiedenen Abarten vor, die besondere
Namen führen und als Halbedelsteine und Mate
rial für Kameen, Ringsteine, Siegelsteine und
viele andere Schmuck- und Gebrauchsgegen-
stände zum Teil schon seit alten Zeiten verarbeitet
werden. Die bekanntesten Abarten sind: Ge
wöhnlicher Ch., grau und durchscheinend;
Karneol, dessen meistgeschätzte Abart die
blutrote ist, der aber auch braunrot oder gelbrot
erscheint; Chrysopras, durch Nickeloxyd apfel
grün. und Plasma, durch Eisenoxydul dunkel-
.grün gefärbter Ch.; Jaspis, ein undurchsichtiger,
durch Eisengehalt gleichmäßig gelbbraun, rot,
grün, schwarz usw. gefärbter Kiesel, kommt in
größeren Stücken vor und liefert daher ein vor
treffliches Material zu Säulen, architektonischen
Verzierungen, Tischplatten und Vasen, die eine
schöne Politur annehmen. In verschiedenen Far
ben regelmäßig gestreifter Ch. wird besonders
schön in Sibirien gefunden und als Bandjaspis
bezeichnet. Schön gezeichnet ist auch der ägyp
tische Jaspis, sog. Nilkiesel. Fundorte besserer
Jaspisse sind außerdem in Sizilien, Böhmen und
Tirol, von wo z.B. der „Meraner Jaspis“ in pracht
vollen Abarten angeboten wird. Andere mehr
farbige Ch. sind: Heliotrop, durchscheinend
dunkelgrün, mit eingestreuten undurchsichtigen,
.zinnoberroten Punkten; Sardonyx, rot mit wei-
ißen Bändern; Onyx, mit weißen und schwarzen
oder dunkelbraunen Bändern oder Schichten;
Chalzedonyx, abwechselnd grau und weiß ge
streift; Stephanstein, weiß mit blutroten Flek-
ken. Endlich finden sich auch Ch. mit wolken
artigen und moosartigen Flecken und Zeich
nungen. Die Onyxe bilden das hauptsächliche
Material zum Schneiden von Kameen, einer
sehr alten Kunst, die auch jetzt noch in Italien
betrieben wird. Durch die heutige Glastechnik
können übrigens viele der erwähnten Natur
erzeugnisse ganz gut nachgeahmt werden. Vgl.
auch Achat, Amethyst, Aventurin.
Champagner (engl. Champaigne), im weiteren
Sinne des Wortes alle in der gleichnamigen
französischen Landschaft erzeugten Weine, im
engeren Sinne jedoch die aus dortigen Trauben
gefertigten Schaumweine. Die Departements
Ardennes,. Aube, Marne und Haute Marne
liefern auf nahezu 20 000 ha durchschnittlich
700000 hl Wein, von denen 180000 auf Schaum
wein verarbeitet werden, während der Rest, meist
im Lande selbst, unverändert als Champagne
non mousseux zum Konsum gelangt. Von letz
teren wird der Sillery sec non mousseux, ein
weißer trockener Wein von eigentümlichem Aro
ma, am meisten geschätzt. Der beste Schaum
wein, dessen berühmteste Sorten der Gegend
von Rheims entstammen, wird meist aus einem
Gemisch blauer und weißer, sorgfältig aus
gelesener gesunder Trauben in der Weise her
gestellt, daß man, ohne vorher zu maischen,
mit schwachem Druck auspreßt und den milden,
farblosen Most (Claret) auf Gärfässer bringt.
Im Frühjahr wird der zur Erzielung möglichster
Gleichmäßigkeit mit anderen Sorten verschnittene
Wein (Cuvöe), mit einem Zusatz von Zucker
(1—2 0/0) versehen, in die bekannten, starkwan-
digen, auf mehrere Atmosphären Druck geprüften
Flaschen gefüllt und in letzteren nach festem
Verschluß mit Kork und Drahtschlinge der Nach
gärung überlassen, wodurch der Wein sich mit
Kohlensäure sättigt. Nach beendeter Gärung
werden die Flaschen, mit dem Hals nach unten,
schräg aufgestellt, so daß sich die gesamte Hefe
als zusammenhängende Schicht (Depot) auf der
Unterseite des Korkes ansammelt, dann zur Ent
fernung der letzteren schnell geöffnet (Degorgie-
ren), mit einer konz. Lösung von Zucker in Wein
oder Kognak, ev. auch von Aromastoffen (dem
sog. Likör) versetzt und wieder verschlossen.
— Ganz ähnlich werden jetzt auchi in anderen
Ländern (Deutschland), z. T. zur Vermeidung des
hohen Eingangszolls, Schaumweine bereitet, die
als Champagner in den Handel kommen, wäh
rend die neuerdings in den Verkehr gelangenden
moussierenden Getränke, welche einfach durch
Imprägnieren gewöhnlicher Weine mit Kohlen
säure hergestellt sind, als Nachahmungen zu
beurteilen sind. Als Kennzeichen eines guten
Sch. betrachtet man die Eigenschaft, nicht nur
zu Anfang lebhaft zu schäumen, sondern auch
die Kohlensäure lange festzuhalten und nur all
mählich perlend entweichen zu lassen. Der Ge
schmack hängt weniger von der Traubensorte als
hauptsächlich von der Art des Likörs und der
Sorgfalt bei der Zubereitung ab. Die Zusammen
setzung der Schaumweine unterliegt großen Schwan
kungen, doch unterscheidet man im allgemeinen
trockne Sch. (Dry oder sec) mit höchstens 0,05