Kommoden; „Kamerad, zeig mir deine Zettel." Nachdem öier und
Schnaps gebracht ist, tippt der Kommoden dreimal auf den Tisch
und trinkt dem Zugereisten mit den Worten „Profit Kamerad" zu.
hierauf wiederholt der Fremde dasselbe mit den gleichen Worten.
Kommoden (lüstet den Hut): „Gesellenschaft wird so gut fein und
es fich kommode machen."
Fremder (Hut lüftend) r „Gesellenschaft soll bedankt sein."
Nach erhaltener Arbeit wird dem Fremden aufdem nächsten tzuar-
tat der Willkomm anpräsentiert.
Sei der Nnpräsentierung des Willkomms steht der Mgefelle
hinter dem Tisch und der offenen Lade. Der Fremde vor dem Tisch
ergreift den Willkomm mit der rechten Hand, während er in der
linken den Hut hält und spricht: „Mit Gunst und Erlaubnis, daß
ich den ehrbaren Willkomm zu mir nehme aufdem ehrbaren Hand
werkssaal nach Handwerksgebrauch und -gewohnheit."
Altgeselle: „Ist löblich."
Fremder (zu seinem Nebenmann): „Nit Gunst und Erlaubnis,
Gesellenschaft wird so gut sein und dem ehrbaren Willkomm sein
Haupt entblößen auf dem ehrbaren Handwerkssaal nach Handwerks-
gebrauch und -gewohnheit."
Der Nebenmann nimmt den Deckel mit der rechten Hand vom
Willkomm und spricht: „Mit Gunst und Erlaubnis, daß ich dem
ehrbaren Willkomm fein Haupt entblöße nach Handwerksgebrauch
und -gewohnheit."
Fremder: „Mi t Gunst und Erlaubnis, da mir der ehrbare Willkomm
ist anpräsentiert von einem hochloblichen Zimmergewerk der könig
lich hannoverschen Kauf-, See- und Handelsstadt Stade, einen
Ehrentrunk daraus zu tun, ohne Mund und Gart zu wischen, und
mein ehrlicher Name geschrieben ist in das Such, worin die ehr
lichen Namen aller Fremden und verheirateten Zimmergesellen
geschrieben stehen, so lebe die ganze Gesellenschaft. Vivat!"
(Der den Deckel haltende Nebenmann schwenkt dabei die Fahne
auf dem Deckel.)
Fremder zum Nebenmann: „Gesellenschaft wird so gut sein und
dem ehrbaren Willkomm sein Haupt bedecken."
Der Nebenmann legt den Deckel auf den Willkomm mit den Worten:
„Nit Gunst und Erlaubnis, daß ich dem ehrbaren Willkomm fein