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kein Zweifel daran fein, dast gittermann aus voller Überzeugung
fene radikale Lehre und die religiöse Überzeugung verbinden
wollte. Ich habe selbst von ihm manche predigt gehört, aus der
vollste Wahrhaftigkeit fprach. Über diese Lage mustte Konflikte er-
geben, und an diesen hat es nicht gefehlt. Dazu war mein Onkel
ein sehr entschiedener Vorkämpfer Preussens und der deutschen
Linheit. Lr hat sich dazu mit voller Unerschrockenheit auch in der
Keaktionszeit bekannt und hat in dieser Zeit (18ZI) eine sechs
wöchige Lestungsstrafe erlitten, die freilich recht behaglich aus
fiel und die ihm einen Lhrenbecher von feinen Mitbürgern eintrug.
Über für feine amtliche Laufbahn war sie natürlich wenig günstig.
Die Stelle in £fms war recht bescheiden. Wiederholte Berufungen
von gemeinden auf einträgliche Pfarren hat mein Onkel, als mit
feiner Überzeugung unverträglich, abgelehnt. In der üähe vonLfens
hat er einen protesiankenverein gegründet; auch literarisch ist er für
eine freiere Quffaffung von Welt und Leben eingetreten. Lchliest-
lich ist er nach einer längeren Lehde an die Navigationsschule nach
Leer versetzt worden und hat dort fein Leben i8y2 beschlossen. Ich
habe ihn kurz vor feinem Tode besucht und habe unvergeßliche
Lindrücke von dieser Begegnung erhalten. Die grundzüge des
Lebens standen ihm gegen Lchluß seines Lebens mit Klarheit vor
Üugen, und von Beuerbach war wenig zu verspüren. Die harten
politischen und religiösen Kämpfe waren vorüber, und eine ruhige,
versöhnliche Ztimmung trug den Übschluß dieses Lebens. In
meiner Iugend hat er zunächst durch Diskussionen über die großen
tragen vielfach anregend auf mich gewirkt. Wir konnten damals
oft nicht zusammengehen, da ich von früh an die Unvereinbar
keit von Beuerbach und Lhristentum klar durchschaute. Über er
brachte mir manche tragen, und in feiner Bibliothek konnte ich die
ersten philosophischen Bücher nach Herzenslust lesen, die mir sonst
nicht zugänglich waren. Die engen Beziehungen zwischen meiner
Mutter und diesem Bruder brachten es mit sich, daß wir die Weih
nachtszeit in seiner Familie verbrachten und dort wohltuendepage
verlebten; hier konnte meine Mutter sich von ihrer Lagesarbeit
etwas erholen.
Inselreisen.
B on besonderer Bedeutung waren für mich an erster 5telle
die Infelreisen, welche wir wiederholt ausführten, wir be
suchten namentlich Langeoog, nur einmal Borkum. Wir waren
dort mit der Lamilie meines Onkels zusammen. Höchst eigen
tümlich war damals eine derartige Badereise. Hchon die Beför
derung war recht primitiv. Lin kleines Fährschiff, das gegen