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berücksichtigt wissen. So z. B., je mehr ein Land isoliert
sei, desto bessere Garantie biete es der Existenz des Papier
geldes. Auch könne sich das Papiergeld viel länger halten,
wo eine kulturelle Rückständigkeit mit dem Zutrauen auf
die Regierung verbunden sei. Die politische Lage, der
Stand der materiellen Kultur eines Landes, die Moralität,
die Verfassung etc. beeinflussen in hohem Maße auch das
Papiergeldwesen.
V. Kapitel.
Kankrins Finanzlehre.
»Ü)ie Staatswirtschaft — so beginnt Kankrin den dem
Einanzwesen gewidmeten Teil seines »Weltreichtums« —
ist gewöhnlich der Hauptantagonist einer wohlgeordneten
Nationalökonomie, weil die Bedürfnisse des Staates schon
an sich den freien Gebrauch der echten Grundsätze hemmen
und gemeiniglich noch alte böse Einrichtungen vorhanden
sind, die schwer ausrottbar, ihn noch mehr einengen.« 1 ) Und
allgemein seien die Ausgaben der meisten Staaten sehr groß,
ja so groß, daß man froh sei, wenn »man das Budget decken
kann.« 2 ) Die Ursache aber dieser Überladung des Budgets
mit den Ausgaben sei in dem »bewaffneten Zustande
Europas« zu suchen. 2 )
Man habe »den gefährlichen Grundsatz aufgestellt, eine
Nation müsse das aufbringen, was der Staat bedürfe«. Das
sei aber ein Mißverständnis, »denn es kommt darauf an,
Was der Staat, nach den Kräften der Nation abgemessen,
wirklich bedarf«. 2 )
Danach teilt Kankrin die Ausgaben eines Landes in
drei Teile: 1) in die streng notwendigen Ausgaben, welche
keiner Verminderung unterliegen, 2) in die zu ermäßigenden
Ö Weltr. 129. — 8 ) Ök. 272.