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Reclmungsproben.
über Fabrikbuchhaltung im 2. Teil). Sie erreicht die Berechnung
des Erfolges im Einzelfall 1 ).
Ein anderer Weg der Lösung beschränkt sich auf die Be
rechnung des Gesamterfolges der Bestimmungsperiode und setzt
die Kenntnis der Anschaffungskosten des Lagerbestandes, d. h.
eine sehr subtile Lagerbuchführung, voraus (vgl. den Konten
abschluß 14. Abschnitt) 2 ).
Eine Methode der Durchschnittsberechnung soll noch erwähnt
werden. Nach jedem Eingang von Gütern oder periodenweise
wird der Durchschnittspreis des Lagerbestandes berechnet und
danach der Erfolg des einzelnen Verkaufes sofort oder nach
träglich ermittelt. Die Berechnung ist die folgende:
Eingang Ausgang
Erfolg -
l./l. 10/m kg zu 15,— .. .
M. 1500
5./2. 20/m zu 21
M.
4200
+ 800
5/1- 20/ „ „ „ 18,-.,.
„ 3600
10./2. 30/m „ 22
>>
6600
+ 1500
10./2. 30/ „ „ „ 18,-...
„ 5100
60000 kg zu 17,
(Durchschnitt) =
M. 10200
6 I 900
1850
20./3. Bestand 10/m kg
zu 17,— (Durch
schnittspreis) =
M. 1700
25-/3. 30/m „ 23
31./3. Schlußbestand
10/m zu 18,5 M.
+ 1350
20./3. Zugang 30/m kg
M.
19550
+ 3650
zu 19,— (Einkauf) =
M. 5700
~ Einkauf
M. 15700
im
Gesamtgewinn
M.
3650
einzelnen
berechnet.
Vgl. Schema S. 87.
13. Abschnitt.
Rechnungsproben der doppelten B.
Jede Rechnungsprobe soll nur die rechnerische, die formale
Richtigkeit der Buchungen beweisen, mehr nicht; vor allem
nicht die Richtigkeit des materiellen Inhalts dieser Buchungen
1 ) Möglich bei individuell bestimmbaren Gütern, z. B. bestimmten
Fabrikaten, Effekten.
2 ) Ober Versuche dieser Art vgl. mein Buch „Selbstkostenberechnung
industrieller Betriebe“, 7. Aufl., Frankfurt a. M. 1921, S. 276 ff.