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stehenden Werkzeugen und Maschinen arbeiten zu lassen. Auch sie
verlangten von den Arbeitern dafür, daß sie in ihren Werkstätten
Gelegenheit fanden, sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, eine
Gewinnabgabe 1 ). Diesen Profit des Grundbesitzers nennt Smith „Grund
rente“ oder bloß „Pente“, während er denjenigen des Kapitaleigen
tümers mit „Kapitalgewinn“ oder einfach Gewinn bezeichnet. So ist
es ganz allmählich, mit allen Übergängen selbstverständlich, dahin
gekommen, daß der Wert eines jeden Gutes im allgemeinen sich aus
drei Bestandteilen zusammensetzt: Pente, Gewinn und Arbeitslohn * 2 ).
Aber nicht jede Arbeit, und damit kehren wir zu unserem Haupt
gedankengang zurück, schafft neue Werte. Nach seiner beliebten
Methode führt Smith zum Beweis ein praktisches Beispiel an, um
seine theoretischen Behauptungen durch Tatsachen aus dem täglichen
Leben zu stützen und unserem Verständnis näher zu bringen. „Es
ist ein großer Unterschied“, so sagt er, „ob ein Kapitalist Dienst
mädchen oder mit demselben Kapitalaufwande Handwerker beschäftigt.
Diese fügen allen Dingen, an denen sie zu arbeiten haben, neue Werte
hinzu, während jene auch nach jahrelanger Tätigkeit ihrem Dienstherm
nicht nur keine neuen Werte geschaffen, sondern ihn vielmehr eine
große Menge Kapitalien gekostet haben, alle ihre Arbeit ist unpro-
duktiv gewesen 3 ). Smith faßt diesen Begriff der unproduktiven Arbeit
sehr weit, indem er z. B. auch der Tätigkeit der Ärzte, Geistlichen
und Gelehrten, ja sogar aller Verwaltungsbeamten jede Wertbildung
abspricht 4 ).
Beim Kapital macht er dieselbe Einteilung: als produktiv be
zeichnet er solches, das geeignet ist, durch entsprechende Arbeit
neue Werte hervorzubringen, also gewerbliche Anlagen, Maschinen,
Werkzeuge, Arbeitslöhne, um es zusammenzufassen: alles in der
Landwirtschaft, dem Handel und der Industrie angelegte Kapital.
Unproduktiv ist dagegen alles Kapital, das diese Eigenschaft neue
Werte zu schaffen, nicht auf weisen kann 5 ). Hierher fallen also
sämtliche Kapitalanlagen für den oben erwähnten unproduktiven
Teil der Bevölkerung, ferner für die Wohnhäuser, alle Lebens
mittel, weiterhin die große Reihe der Luxuswaren, deren Bestimmung
') Smith, a. a. 0., I, 66 f.
2 ) Ders., a. a. 0., I, 69.
3 ) Ders., a. a. 0., II, 77, 78.
4 ) Ders., a. a. 0.. II, 79.
s ) Ders., a. a. 0., II, 80 ff.