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Sic verlegt sich vorzugsweise aus die Herstellung
von Anilinfarben, Säuren und Heilmitteln. Eine
Reihe von Wasserkraftanlagen liefern die Erzeug
nisse der Elektrochemie, wie Kalziumkarbid
(für die Azetylenbeleuchtung) und chlorsaures Kali.
Von der Nahrungs-undGenuß mitte l
industrie ist hier noch die Herstellung vvn Scho- 'ZLllru '
kolade, Konserven, Bier und Tabak zu erwähnen.
Uber Käse und kondensierte Milch siehe Milchpro-
duktion Seite 74.
Die Fabrikation vvn Schokolade ist aus rch-k-iade
kleinen Anfängen der 80er Jahre zu einer Haupt-
industrie init der Jahresausfuhr von 32 Millio
nen Franken (1909) angewachsen (1910 sogar 40
Millionen Franken). Sie verdankt ihr Ansehen
in erster Linie der Güte und Mannigfaltigkeit ihrer
Fabrikate; besondere Anerkennung hat die Milch
schokolade gefunden. Annähernd halb so viel Scho
kolade, wie ins Ausland geht, wird von Einhei
mischen und Fremden im Lande selbst verbraucht.
Der Rohstoff, Kakao, muß im Wert von 12 Mill.
Franken größtenteils aus Mittel- und Südamerika
bezogen werden. Von der Gesamteinfuhr an Zuk-
ker mit 32 Mill. Fr. geht ein ansehnlicher Teil
in die Schokvladefabriken. Der dem Lande ver
bleibende Gewinn aus der Schokoladeindustric darf
auf die Hälfte des Ausfuhrwertes geschätzt werden.
Eine Reihe von Fabriken im Mittelland und
im Wallis erzeugen Obst- und Gemüsekon- Konserve»
s e r v e n, meist für den Bedarf des eigenen Landes.
Andere Fabriken liefern Suppen- oder F l e i s cfp
konserven. Daneben wird viel Büchsenfleisch
eingeführt.
Die Bierbrauereien arbeiten fast aus-^'"^»»»»!
schließlich für den einheimischen Konsum. Die jähr
liche Produktion wird auf 2 Mill. dl. im Wert
von 40 Mill. Fr. geschätzt. Dazu komnit die Einfuhr
vorab von Münchner- und Pilsnerbier im Wert