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Das große Längstal Rhone—Rhein und die
quer verlaufende Furche des Reuß- und Tessin
tales zerlegen die Schweizer Alpen in vier Flü
gel, die gewöhnlich als Berner, Glarner, Walliser
und Bündner Alpen auseinandergehalten werden.
Die Ketten des genannten Gebirgssystems treffen
in der Gotthardgruppe als ihrem Knotenpunkt zu
sammen. Von dieser Stelle gehen die Flußtäler der
Rhone, des Rheins, der Reuß und des Tessins aus;
sie leiten zwei wichtige Verkehrswege zur Straßen
kreuzung von Andermatt im Urserental hinauf:
1. Die Straße vom Genfersee her durch das Rhone
tal über die Furka und die Oberalp dem Rhein
entlang zum Bodensee hinaus. 2. Die Gotthard
straße, die durch das Reuß- und Tessintal eine di
rekte Verbindung zwischen dem Nord- und Südfuß
der Alpen herstellt. Gegenüber den andern Alpen
pässen hat der Weg über den Gotthard einen beson
dern Vorzug; hier können die Alpen auf geradem
Weg in einem einzigen Aufstieg und Abstieg durch
quert werden, während an andern Stellen zum min
desten zwei Hauptketten sich einem Alpenübergang
entgegenstellen.
Das Landschaftsbild der Alpen wirkt vor allem
durch die eindrucksvolle Größe und den Reichtuni
der Formen. Es wird überdies in hohem Maße be
lebt durch die reizvolle Abstufung des Pflanzen
kleides mit zunehmender Höhe. Die Wiesen und Fel
der der Talsohle weichen dem steilen Bergwald,
der an den untern Halden als Laubholz auftritt,
in den höheren Regionen dagegen aus Nadelbäumen
besteht; oberhalb der Waldgrenze betritt man das
Gebiet der Alpweiden; ihre letzten Ausläufer ver
lieren sich nach oben in den Trümmerhalden und an
der Grenze des ewigen Schnees. Im Gegensatz der
weißleuchtenden Schneefelder zu den hellgrünen Alp
weiden und den dunklen Bergwäldern beruht zum
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