Full text: Die Schweiz

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flacher Talsohle aufsteigenden Inselbergen, zwischen 
denen die Verkehrswege allenthalben einen beque 
men Durchgang finden. In einem südwestlichen Aus 
läufer lehnt sich der Kanton Thurgau an die Berg 
flanken des Hörnli. 
Piodums» Der Thurgau ist das obstreichste Land der 
Schweiz; seine Fruchtbäume bilden in den besten 
Lagen ganze Waldungen über die Wiesenflächen 
hin und stehen in einzelnen Exemplaren auch aus 
dem Ackerland. In den Jahren reicher Ernte wird 
eine ansehnliche Menge Obst nach Süddeutschland 
verkauft; Äpfel- und Birnennwst ist das allgemein 
verbreitete Getränk. Neben dem Obstbau werden 
die übrigen Zweige der Landwirtschaft nicht ver 
nachlässigt. Der Thurgau ist ein Bauernland, so 
starke Verbreitung auch die Industrie im Dienste 
St. Gallens, Baumwollspinnerei und -Weberei, so 
lche die Stickerei, besonders im östlichen Kantons 
teil gefunden hat. Dein Verkehr dienen vor allem 
zwei Eisenbahilstrecken, das Ostende der Linie Genf- 
Rvmanshorn und die Bodenseeuferlinie, sowie die 
V°n Schiffskurse quer über den Bodensee. Der Kanton 
zählt eine konfessionell gemischte Bevölkerung (zu 
zwei Dritteln Protestanten) von 134,000 Seelen. 
Lhurtal Im obern Thurgau liegt das Städtchen Bi 
sch ofszell an der Vereinigung der Sitter mit 
der Thur. W e i n f e l d e n im Thurtal lehnt sich 
an die weinreiche Südhalde des schwach geböschten 
Ottenberges. Das Dorf P f i n bezeichnet die Stelle, 
wo „an der Grenze" (lat. nck lin68) der Provinz 
Raetien eine römische Befestigung stand, deren Spu 
ren noch erhalten sind. Von links mündet weiter 
flußablvärts die Murg; sie durcheilt ein malerisches, 
bewaldetes Engtal und must so zahlreichen Indu 
strieanlagen ihre Kraft leihen, daß sie geradezu 
als Fabrikkanal gelten könnte. Bei ihrem Austritt 
ins Thnrtal bespült sie den Hauptort Frauen-
	        
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