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Moränenwällen. Das Gebiet der großen Emme
(Napf) und der Thur war zum größten Teil eisfrei;
hier konnte das rinnende Wasser ungestört
ein fein verzweigtes System von Tälern und Tütchen
ausgraben, das in so auffälligem Gegensatz
zu den einfach und steif verlaufenden, breiten Gletschertälern
steht. In den Mulden, die das Eis
im Felsboden ausschürfte, oder hinter Moränenwällen
staute sich das Wasser zu Seen. In jeder
Größe, bis hinunter zum Teich, beleben sie das
Bild des Mittellandes. Die Riedflächen auf feuchten
Gründen liefern der Viehzucht das Streuegras.
Die lehmige Erde der Grundmoräne, die weithiu
dem Nagelfluh- und Sandsteingrund aufliegt, bietet
dem Ackerbau einen fruchtbaren und tiefgründigen
Boden. Die Gletscherbäche verschleppten den Kies
der Moränen zu den sogenannten Schotterfelderu,
die in den ausgedehnten Flußniederungen eine große
Fläche einnehmen. Auf diesen trockenen, sonnendurchwärmten
Böden findet das Getreide die ihm
gut zusagenden Bedingungen. Auf dem ehedem
eisbedeckten Gebiet des Mittellandes liegen überall
erratische Blöcke zerstreut. An vielen Stellen hat
ihre Zahl stark abgenommen, da der Stein als geschätztes
Baumaterial verwendet wurde. Einzelne
durch Lage oder Größe bemerkenswerte Findlinge
bleiben als Naturdenkmäler vor Zerstörung geschützt.
Das Mittelland verniag ungeachtet seiner Anmut
gegenüber dem eindrucksvollen Landschaftsbild der
Alpen nicht zur Geltung zu kommen. Dafür besitzt
es eine Reihe anderer und wichtiger Vorzüge. *Han4*
Fruchtbarer und flachliegendcr Boden, ein gegenüber
Alpen und Jura mildes Klima und die günstige
Verkehrslage haben hier eine große Volksdichte
hervorgerufen. In den Alpen sind die stark
bevölkerten Talstreifen durch die ausgedehnte, menschenleere
Felsen- und Eiswildnis der Gipfel-