Full text: Die Schweiz

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Wildbach- 
Iteppe 
Schutt- 
trantzport 
Ueberjitztvem- 
«!Mg 
Mauern und Dämme längs der gefährdeten Uferstel 
len sollen der Überflutung wehren. Ouermauern ine 
Bachbett unterbrechen den Wasserlauf durch eine 
Reihe von Stufen; darüber hinunter stürzt das 
Wasser in senkrechtem Fall und durchfließt dann 
bis zur nächstfolgenden Stufe eine Strecke mit ge 
ringer Neigung. Eine solche Verbauung, Wi l d- 
b a ch t r e p p e genannt, verhindert ein tieferes Aus- 
nagen des Bettes und das Nachrutschen der unter 
wühlten Ufcrhalden. Als ebenso wirksam hat es sich 
erwiesen, das ganze Einzugsgebiet mit Wald oder 
mit Rasen zu bepflanzen. Der Waldboden hält bei 
Regenfällen einen Teil des Wassers zurück und ver 
hindert ein plötzliches verheerendes Anschwellen der 
Bäche; überdies verwehrt die Pflanzendecke dem rin 
nenden Wasser, den Boden aufzureißen und die lok- 
kere Erde zur Tiefe zu schwemmen. 
Was die Seitenbächc an Schutt dem Hauptfluß 
zutragen oder was er selbst durch das Unterwühlen 
der Ufer abreißt, das schleppt die starke Strömung 
talauswärts. In flachen Talstrecken und im Vor 
land, wo das Gefälle geringer wird, genügt die 
Stoßkraft des Wassers nicht mehr zum Weitertrans 
port der Geschiebemassen; sic bleiben im Flußbett 
liegen und füllen es aus. In der Hochwasserzeit 
tritt der Fluß aus und überführt den angrenzenden 
flachen Boden mit Schutt. Dann windet er sich, in 
einzelne Arme zerteilt, durch die mit Weiden- und 
Erlengestrüpp und mit Schilf bewachsene Kieswild 
nis und durch die Sumpfwiesen der Talebene. Ver 
kehrswege und Dörfer mieden von jeher die von 
Überschwemmung bedrohte Talsohle und bevorzugten 
eine erhöhte, sichere Lage am Rand des Sumpf 
landes. Die Bemühungen der Anwohner, den Fluß 
einzudämmen und unschädlich zu machen, hatten 
keinen dauernden Erfolg. Die Kiesbänke füllten die 
Wasserrinne zwischen den Dämmen immer wieder
	        
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