Full text : Die Schweiz

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zum  Bielersee);  die  Entsumpfung  der  Linthebcne
zwischen  Walen-  und  Zürichsce  durch  die  Ableitung
der  Linth  zum  Walensee;  die  Rheinkorrektion  im
St.  Galler  Rheintal,  die  gegenwärtig  noch  nicht
vollendet  ist.
Große  Flächen  anbaufähigen  Bodens  sind  hier
den  Überschwemmungen  entrissen  worden;  die
Schweiz  hat  in  friedlicher  Arbeit  einen  ansehnlichen
Zuwachs  an  Kulturland  gewonnen.  Mit  der  Austrocknung
  des  Bodens  besserte  sich  auch  der  Gesundheitszustand ­
  der  Anwohner;  die  Malaria,  die
früher  die  Umgebung  der  Sümpfe  heimsuchte,  ist
heute  ganz  verschwunden.  Der  Lauf  der  Gewässer-Hat
  durch  die  Korrektionen  in  den  Gebirgstälern
und  im  Mittelland  auf  weite  Strecken  Veränderungen ­
  erfahren,  die  mehr  den  Zwecken  des  Menschen
dienen,  als  einem  natürlichen  Zustand  entsprechen.
In  neuester  Zeit  wird  das  natürliche  Bild  der  Bäche
und  Flüsse  immer  häufiger  gestört  durch  die
Anlagen  zur
Aurbcutuug  Ausbeutung  der  Wasserkräfte.  Das
"Wir  große  Gefälle  der  Flüsse  in  den  Alpen,  in
den  höher  gelegenen  Teilen  des  Mittcllandes  und
in  den  Klüsen  des  Jura  erlaubt  es,  in  zahlreichen
Werken  die  Strömung  des  Wassers  auszunutzen.
Entweder  reihen  sich  die  Fabriken  dem  Flußufer  entlang, ­
  um  die  Betriebskraft  direkt  dem  Wasserlauf
zu  entnehmen;  oder  es  wird  durch  die  modernen
Kraftwerke  der  elektrische  Strom  dahin  geleitet,  wo
inan  seiner  für  die  Industrie,  für  den  Eisenbahnverkehr ­
  oder  zu  Belcuchtungszwccken  bedarf.  Außerdem
stehen  noch  heute  wie  in  alter  Zeit  zahllose  Mühlen
und  Sägemühlen  am  Ufer  eines  Baches,  dessen
Kraft  ihren  Betrieb  unterhält.
Der  Kraftvorrat  unserer  Gewässer  ist  umso  höher
zu  bewerten,  als  die  Schweiz  fast  keine  eigenen
Kohlen  besitzt.  Die  Einfuhr  von  Kohle  aus  dem
Ausland  (vorab  aus  Deutschlands  macht  einen  Be-
            
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